203 Millionen Verlust
Motorola im zweiten Quartal mit Verlust

Durch die Aufgabe des Chip-Bereichs hat der weltweit zweitgrößte Handyhersteller Motorola im zweiten Geschäftsquartal einen Verlust erwirtschaftet, aber Marktanteile gewonnen.

HB CHICAGO. Motorola gab am Dienstag nach US-Börsenschluss für das zweite Quartal einen Nettoverlust von 203 Millionen Dollar oder neun Cent je Aktie bekannt, verglichen mit einem Gewinn von 119 Millionen Dollar oder fünf Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 41 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar und übertraf damit Analystenerwartungen von 8,44 Milliarden Dollar. Motorola-Aktien stiegen nachbörslich auf Instinet um 5,6 Prozent nach einem Schlusskurs von 16,09 Dollar in New York.

Motorola hatte sich vergangene Woche zum Teil von seiner Chipsparte getrennt, die als Freescale Semiconductor an die Börse ging. Ohne die damit verbundenen Kosten und anderen Einzelposten verbuchte Motorola einen Gewinn von 21 Cent je Aktie und übertraf damit die Erwartungen der von Reuters befragten Analysten, die durchschnittlich von etwa 18 Cent je Aktie ausgegangen waren.

Die Firma mit Sitz in Schaumburg im Bundesstaat Illinois gewann auf Kosten des Rivalen Nokia Marktanteile hinzu. „Nokias Verlust ist Motorolas Gewinn“, sagte Edward Snyder von Charter Equity Research. „Ihr Schwung vom vergangenen Quartal setzt sich fort.“ Motorola-CEO Edward Zander betonte jedoch, seine Firma könne sich angesichts der brutalen Konkurrenz auf dem Handymarkt nicht zurücklehnen. „Wir nehmen uns ein Quartal nach dem anderen vor“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. In den kommenden zwei Jahren müssten viele der Abläufe seiner Firma umgebaut werden.

Für das laufende dritte Quartal erwartete Motorola einen Umsatz von 8,4 Milliarden bis 8,8 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 15 Cent je Aktie bis 19 Cent je Aktie. Analysten erwarten einen Umsatz von 8,41 Milliarden Dollar, in dem jedoch noch Teile des Chipgeschäfts berücksichtigt wurden.

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