20 000 Stellen könnten wegfallen
Mitarbeiter von Intel warten auf den Kahlschlag

Dass der weltgrößte Chiphersteller Intel kräftig beim Personal sparen will, steht fest. Denn der kleinere Erzrivale AMD hat in den vergangenen Monaten dank neuer Technologien wie Doppelkern-Prozessoren mächtig aufgeholt. Laut zweier Berichte stehen die Größenordnung der Stellenstreichungen und der Zeitpunkt der Verkündung schon fest.

HB SANTA CLARA. Wie das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf Analysten und Intel-Beschäftigte schreibt, könnten im Rahmen der Restrukturierung 10 000 bis 20 000 Arbeitsplätze bei dem Chiphersteller wegfallen. Der Internet-Branchendienstes News.com hatte schon am Donnerstag geschrieben, es könnten bis zu 10 Prozent der weltweit 100 000 Mitarbeiter von den Streichungen betroffen sein.

Für kommende Woche habe Intel eine interne Bekanntmachung vorgesehen, sagte eine mit der Situation vertraute Person dem "Wall Street Journal". Eine andere Person konkretisierte das Datum und nannte als Termin Dienstag US-Börsenschluss

.

Ein Intel-Sprecher sagte, sein Unternehmen werde zu "Spekulationen" keine Stellung nehmen. Die Ergebnisse der internen Effizienzstudie, die seit dem Frühjahr läuft, dürften aber bis Ende September angekündigt werden. "Wir haben gesagt, dass wir über die Neuordnung vor dem Ende des dritten Quartals berichten werden. Wir sind auf dem Weg, dieses zu tun", fügte er hinzu.

Im zweiten Quartal hatte Intel dem verschärften Wettbewerb mit dem Konkurrenten AMD Tribut zollen müssen. Der Gewinn brach ein, weil vermehrt Kunden zu den preisgünstigeren AMD-Chips gegriffen hatten. Um sich besser gegen den Rivalen aufzustellen, hatte Intel Anfang des Monats angekündigt, sein Geschäft zu überprüfen. Ziel sei es, 1 Mrd. Dollar pro Jahr zu sparen. Analysten rechnen daher mit Stellenstreichungen. Über Größe und Zeitpunkt wird jedoch heftig diskutiert.

Mark Edelstone, Analyst bei Morgan Stanley, rechnet damit, dass bei Intel zwischen 15 000 und 20 000 Arbeitsplätze gestrichen werden. In den Prognosen seien aber auch die Auswirkungen von zukünftigen Verkäufen berücksichtigt und nicht nur Entlassungen. Bereits im Juli hatte der US-Konzern 1 000 Manager entlassen. Das war die größte Entlassungswelle seit vier Jahren.

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