21st Century Fox
Murdoch bringt weltgrößte TV-Produktionsfirma an den Start

James Murdoch will weiter wachsen – auch in Deutschland. Er hält das Potenzial des deutschen Bezahlfernsehens für lange noch nicht ausgereizt. Sein Plan: Zehn Millionen Kunden in Deutschland für Sky.
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DüsseldorfDie Film- und Fernseh-Holding 21st Century Fox des Medienunternehmers Rupert Murdoch wird schon in wenigen Monaten zusammen mit der Investmentgesellschaft Apollo Global Management die weltweit größte TV-Produktionsfirma auf den Start bringen. Das bestätigte Murdochs Sohn James, der Chief Operating Officer bei Fox ist, in einem Interview mit dem Handelsblatt (Montagausgabe). Apollo und Fox fusionieren derzeit die Firmen Endemol („Big Brother“), Core Media („American Idol“) und Shine (The Biggest Loser“). „Das ist ein sehr aufregendes Projekt“, sagte Murdoch Junior.

Der zweitälteste Sohn des Medienmoguls, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Pay-TV-Senders Sky Deutschland ist, hält das Potenzial des deutschen Bezahlfernsehens für noch längst nicht ausgereizt. „Obwohl noch viel Arbeit vor uns liegt, sehe ich bei der Entwicklung der Abonnentenzahl keine Grenze nach oben“, sagte er. „Wenn wir Kurs halten, gibt es keinen Grund, warum wir nicht auch in Deutschland eines Tages zehn Millionen oder sogar noch mehr Kunden haben könnten.“ Derzeit hat Sky Deutschland 3,7 Millionen Kunden. Den Vertrag mit Sky-Chef Brian Sullivan, von dem es in Branchenkreisen hieß, er wolle Deutschland verlassen, hat Murdoch verlängert. „Brian und ich arbeiten seit elf, zwölf Jahren zusammen. Ich hoffe, es werden noch ein paar mehr.“

Im Streit um die Sport-Produktionsgesellschaft Plazamedia deutete Murdoch an, dass Sky langfristig auf ihre Dienste verzichten könnte. Sky wollte 75 Prozent der Anteile der Firma übernehmen, die im Besitz der Constantin Medien ist und für den Sender für die Produktion Spiele der Fußball-Bundesliga verantwortlich ist. Constantin ließ die Übernahme aber kurzfristig platzen. „Ich hoffe, wir schaffen es noch, den Deal erfolgreich abzuschließen“, sagte Murdoch. „Falls nicht, müssen wir uns überlegen, wie wir künftig unsere Sportprogramme selbst produzieren.“

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