21st Century Fox
Murdoch-Konzern macht weniger Umsatz

Keine großen Kinoschlager hatte der US-Unterhaltungsriese 21st Century Fox zum Jahresende zu bieten – im Gegensatz zu Rivalen Disney. Dementsprechend schlecht fiel die Bilanz des Murdoch-Konzerns aus.

New YorkSchwächere Film-Geschäfte und der Verkauf von Konzernteilen haben den US-Unterhaltungsriesen 21st Century Fox zum Jahresende gebremst. Im Geschäftsquartal bis Ende Dezember fielen die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um gut acht Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar (6,6 Milliarden Euro), wie der Konzern von Medienmogul Rupert Murdoch am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz fiel damit etwas schwächer aus als von Analysten erwartet.

Allerdings waren in den Vorjahreszahlen noch die Einnahmen der damaligen Töchter Sky Italia und Sky Deutschland verbucht, von denen sich der Konzern getrennt hat. Ohne sie wären die Erlöse nur um ein Prozent gesunken. Aber es lief auch in der Filmsparte mit einem Umsatzminus von 14 Prozent enttäuschend. Während Rivale Disney mit Blockbustern wie dem jüngsten „Star Wars“-Streifen Rekorde aufstellt, hatte Fox zuletzt keine großen Kinoschlager am Start.

Neben zahlreichen Fernsehsendern gehört zum Murdoch-Konzern auch das bekannte Hollywood-Studio 20th Century Fox. Deutlich besser schlug sich zuletzt aber das Kabel- und TV-Geschäft. Die Einnahmen in den entsprechenden Sparten wuchsen um acht und sechs Prozent. Unter dem Strich verdiente der Konzern 672 Millionen Dollar. Im Vorjahr waren es 6,2 Milliarden gewesen, aber die Zahlen sind aufgrund massiver Sonderfaktoren verzerrt.

Murdoch hatte sein Medien-Imperium Mitte 2013 aufgespalten. Seitdem bündelt 21st Century Fox das Film- und Fernsehgeschäft, während die Zeitungsbeteiligungen mit Flaggschiffen wie dem „Wall Street Journal“ oder der „Times“ bei News Corp angesiedelt ist. Die Quartalszahlen für das Verlagsgeschäft wurden am Donnerstag veröffentlicht. Die Erlöse schrumpften um vier Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar (2,0 Milliarden Euro). Der starke Dollar drückte die Bilanz.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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