21st Century Fox
„X-Men“ füllt Rupert Murdochs Kassen

Actionstreifen bescheren Murdochs Konzern 21st Century Fox satte Gewinne: Filme wie „X-Men“ sorgten für einen unerwartet hohen Sprung. Aber auch in der Kabel-TV-Sparte kann sich der Medienmogul nicht beklagen.
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Bangalore"X-Men" sei Dank: Kassenschlager wie der Actionfilm haben dem Medienkonzern 21st Century Fox von Rupert Murdoch einen unerwartet großen Gewinn- und Umsatzsprung beschert. Im vierten Geschäftsquartal (per 30. Juni) blieben unter dem Strich 999 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Vor einem Jahr war ein Verlust von 371 Millionen Dollar aufgelaufen. Der Umsatz kletterte um 17 Prozent auf 8,42 Milliarden Dollar. Die Filmsparte legte um 38 Prozent zu.

Die Erwartungen der Analysten konnte der Murdoch-Konzern damit übertreffen. Die Zahlen wurden an der Börse entsprechend gut aufgenommen - die Aktie setzte ihren Aufwärtstrend zur Wochenmitte im nachbörslichen Handel fort.

Klare Worte zum geplatzten Time-Warner-Deal

Unterdessen plant Murdoch nach der überraschenden Absage einer Übernahme von Time Warner nach eigenen Angaben keinen neuen Anlauf. Die Entscheidung stehe, sagte der 83-Jährige am Mittwoch in einer Telefonkonferenz zur Vorstellung der Quartalszahlen seines Konzerns 21st Century Fox. Noch deutlicher wurde der für das operative Geschäft zuständige Manager Chase Carey: "Lassen Sie mich das klar sagen: Für uns ist die Sache erledigt."

Mit der 80 Milliarden Dollar schweren Fusion wäre einer der größten Medienkonzerne der Welt entstanden, der die beiden Hollywood-Studios 20th Century Fox und Warner Bros. sowie zahlreiche Fernsehsender wie CNN oder HBO besessen hätte. Murdoch traf mit seiner Offerte auf den Widerstand von Time Warner und sagte das Vorhaben überraschend ab. Manche Experten vermuteten dahinter Taktik, um einen neuen Anlauf zu wagen.

Fox sei aus strategischer Sicht ein vollständiger Konzern und habe klare Vorstellungen von der Zukunft, sagte Murdoch in der Telefonkonferenz aus Anlass der Quartalszahlen, an der er normalerweise nicht teilnimmt.

Der neueste Streifen der "X-Men"-Reihe, der wie die Vorgänger auf Marvel-Comics basiert, kam am 23. Mai in die Kinos. Seitdem hat er 740 Millionen Dollar eingespielt. Auch der animierte Familienfilm "Rio 2 - Dschungelfieber" trug zum Ergebnis bei. Fox kann aber auch in der Kabel-TV-Sparte einen Umsatzsprung von fast 38 Prozent vorweisen, weil der Konzern mehr Werbung verkaufte und mehr Abonnenten für seine Sportkanäle gewinnen konnte.

Neben Fernsehsendern gehört auch das Filmstudio 20th Century Fox zum Konzern. Dagegen hatte Murdoch die Zeitungen und Bücher in die Schwestergesellschaft News Corp abgespalten, die ihre Zahlen am morgigen Donnerstag veröffentlichen wird. Murdoch und seine Familie sind bei beiden Unternehmen der Mehrheitseigner.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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