263,2 Millionen Euro Jahresumsatz - zahlreiche Innovationen
Verlagsgruppe Handelsblatt erzielt bestes Ergebnis seit drei Jahren

Die Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH (VHB), ein Unternehmen der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, Stuttgart, hat im Geschäftsjahr 2004 das beste Ergebnis seit 2001 erzielt. Das EBITDA 2004 beträgt 14,6 Millionen Euro.

HB DÜSSELDORF. Das bedeutet eine Steigerung um 13,8 Millionen Euro gegenüber Vorjahr (EBITDA 2003: 0,8 Millionen Euro). Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 hat sich bei 263,2 Millionen Euro stabilisiert (2003: 264,4 Millionen Euro). Harald Müsse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt erklärte bei der Vorstellung der Ergebnisse: „2004 ist es uns gelungen, die Ertragskraft des Hauses nachdrücklich zu steigern, trotz unverändert schwieriger Marktbedingungen.“

Die Verlagsgruppe Handelsblatt hat damit ihre führende Marktstellung im Bereich Wirtschafts- und Finanzinformationen behauptet. Besonders der Bereich Fachmedien hat sich exzellent entwickelt, der mit 65,6 Millionen Euro (2003: 62,3 Millionen Euro) einen erneuten Rekordumsatz erzielt hat. Sehr erfolgreich verlief das Geschäftsjahr auch für die VHB-Beteiligungen, die ebenfalls einen gestiegenen Umsatz und Ergebnisbeitrag vorweisen können. Die beiden Kernobjekte Handelsblatt und WirtschaftsWoche erreichten 2004 - wie alle Jahre zuvor - weiterhin positive Ergebnisse.

Die VHB hatte im vergangenen Jahr umfangreiche Investitionen in neue Titel und Projekte vorgenommen. Gleichzeitig wurde das Programm zur Kostensenkung fortgesetzt. Harald Müsse: „Wir haben Kurs gehalten und unsere Kosten noch einmal nachhaltig gedämpft. Was mich besonders freut: Das gelang ohne aktiven Personalabbau.“ Die Verlagsgruppe Handelsblatt beschäftigte im Inland 1111 Mitarbeiter.

Die Verlagsgruppe Handelsblatt hat das abgelaufene Geschäftsjahr genutzt, um ihr Kerngeschäft weiter zu entwickeln und ihr Titel- und Beteiligungsportfolio neu auszurichten. Harald Müsse: „Der Markt der Wirtschaftstitel ist in Deutschland unverändert überbesetzt und unterliegt einem harten Wettbewerb. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich daran mittelfristig etwas ändert. Für uns bedeutet das, dass wir uns künftig mehr noch als bisher auf unsere sehr gut positionierten Kernobjekte wie Handelsblatt, WirtschaftsWoche, karriere sowie die Fachmedien konzentrieren werden. Daneben erschließen wir neue Themenfelder wie etwa den Lifestylebereich und suchen Expansionsmöglichkeiten in Mittel- und Osteuropa.“ Die Verlagsgruppe Handelsblatt erweitere damit ihre Umsatzbasis und sichere sich den Zugang zu perspektivreichen Wachstumsmärkten.

Das Handelsblatt hat im Jahr 2004 seinen Spitzenplatz unter den Wirtschafts- und Finanzzeitungen weiter ausgebaut. Der Titel ist unverändert das unverzichtbare Informationsmedium in den Top-Etagen der Wirtschaft. Das zeigt die Leseranalyse Entscheider (LAE 2003), die das Handelsblatt hinsichtlich seiner Reichweite und Wirtschaftlichkeit im Kernsegment der leitenden Angestellten und Selbstständigen als stärksten Titel unter den Zeitungen ausweist und auch Medientenor, der das Handelsblatt erneut als die meistzitierte Wirtschaftszeitung im abgelaufenen Jahr ermittelte. Zu dieser hohen Akzeptanz beigetragen haben auch die zahlreichen neuen Autoren und Serien im Blatt. Die Wochenendbeilage „Weekend Journal“ wurde neu konzipiert, sowie eine Literaturseite eingeführt. Die erfolgreiche neue Kampagne mit dem Leitmotto „Substanz entscheidet“ bringt die Stärken der Zeitung auf den Punkt.

Die Wirtschaftswoche hat 2004 ihre Reichweite entgegen dem Trend um 22 Prozent auf rund 820.000 Leser gesteigert (ma 2004/II). Die verkaufte Auflage liegt bei 183.578 Exemplaren (IVW IV/2004). Das Konzept, mehr Wirtschaftsthemen zu bringen als jede andere deutsche Zeitschrift, setzt sich weiter durch. Laut Medientenor ist die WirtschaftsWoche das mit Abstand meistzitierte Wirtschaftsmagazin 2004. Zudem erschien im vergangenen Jahr erneut die WirtschaftsWoche China-Ausgabe, ein Sonderheft in deutscher wie chinesischer Sprache, das in China und Deutschland veröffentlicht wurde. Zeitgleich veranstaltete die WirtschaftsWoche im Herbst mit großem Erfolg den zweiten deutsch-chinesischen Wirtschafts-Kongress in Berlin. Die Redaktion hat zwei neue Korrespondentenstellen für Mittel- und Osteuropa eingerichtet, um die dortige Berichterstattung auszubauen.

Karriere – das junge Job- und Wirtschaftsmagazin, bis Jahreswechsel „Junge Karriere“, hat sich im vergangenen Jahr ebenfalls dynamisch entwickelt und nimmt mittlerweile auf dem Anzeigenmarkt eine führende Rolle bezüglich der Rekrutierung von Fach- und Managementnachwuchs ein. Einhergehend mit der Namensänderung wurde der Titel auch optisch und inhaltlich weiterentwickelt. karriere erwartet zum ersten Quartal 2005 eine verkaufte Auflage von rund 150.000 Exemplaren, das bedeutet einen Zuwachs von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorquartal (IVW IV/2004: 106.258).

Der Online-Bereich der Verlagsgruppe Handelsblatt ist auf dem besten Weg zum Break-Even. Die gut positionierten Online-Titel haben vom Aufschwung an den Online-Werbemärkten profitiert. Reichweitengewinne und die erfolgreiche Einführung des Bezahlarchivs Handelsblatt.biz haben die Economy.one auf einen Wachstumskurs gebracht. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, hat die Online-Unit der VHB sowohl die Redaktion als auch den Verkauf personell verstärkt. Der Spitzenreiter der Wirtschaft im Internet verfolgt weiterhin die Strategie der Verkaufsfokussierung auf Crossmedia-Angebote. Mit Microsoft wurde eine neue Technologiepartnerschaft eingegangen.

Der Bereich Fachmedien der Verlagsgruppe Handelsblatt weist für 2004 einen Rekordumsatz auf. Alle sechs Verlage schreiben im abgelaufenen Geschäftsjahr schwarze Zahlen. Die Umsatzsteigerung liegt bei 5,3 Prozent, die Ergebnissteigerung beträgt 20 Prozent. Über 50 Fachzeitschriften mit einer Gesamtauflage von rund zwei Millionen Exemplaren pro Erscheinungsintervall stehen für diesen Erfolg.

Der erfolgreiche Werbevermarkter GWP Media-Marketing hat eine wirkungsvolle Umstrukturierung vollzogen. Innovative crossmediale Angebote und ein erweitertes Portfolio haben sich positiv auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Der Bruttoumsatz lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei rund 350 Millionen Euro. Neu in das Vermarktungsportfolio aufgenommen wurden u.a. Cicero, die Frankfurter Rundschau sowie Euro am Sonntag.

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