330 000 neue Kunden im Quartal
O2 kann E-Plus-Tempo nicht halten

Der kleinste deutsche Mobilfunkbetreiber O2 hat bei der Kundenzahl die Zehn-Millionen-Marke überschritten. Im Wettbewerb um den dritten Platz unter den heimischen Anbietern hat die Telefonica-Tochter allerdings zum Start ins neue Jahr gegenüber dem Konkurrenten E-Plus an Boden verloren.

HB MÜNCHEN. Im ersten Quartal wuchs die Zahl der O2-Kunden um 330 000 auf knapp 10,1 Millionen Handynutzer. Der Marktanteil von O2 erhöhte sich binnen eines Jahres um 1,5 Punkte auf 12,5 Prozent, wie das Unternehmen am Freitag weiter mitteilte. „Wir sind wieder einmal schneller als der Markt gewachsen“, sagte O2-Germany-Chef Rudolf Gröger am Freitag in München. Mit dem Kundenzuwachs lag O2 vor dem größten Anbieter T-Mobile, der auf 284 000 Neuzugänge kam, aber deutlich hinter dem Branchendritten E-Plus. Die KPN-Tochter hatte die Zahl der Kunden um knapp 700 000 auf 11,4 Millionen ausbauen können. Marktführer T-Mobile zählt nun 30,2 Millionen Kunden. Der zweitgrößte Anbieter Vodafone legt seine Zahlen erst Ende Mai vor.

Der Abstand zu E-Plus sei für das Unternehmen kaum ein Thema, meinte Gröger. Der Konkurrent setze mit seiner Marke Simyo im Gegensatz zu O2 auf das Billigsegment, daher seien die Strategien inzwischen völlig verschieden. „Das sind zwei Schollen, die auseinander driften.“ Allerdings bekommt auch O2 den Preiskampf im Mobilfunkmarkt zu spüren.

Beim durchschnittlichen Umsatz pro Kunde sieht sich O2 zwar an der Spitze des deutschen Mobilfunkmarktes. Branchenkonform ging der Umsatz pro Kunde jedoch um zehn Prozent im Jahresvergleich zurück und betrug auf Jahresbasis jetzt 320 Euro je Teilnehmer.

Möglichkeiten, an der Kostenschraube zu drehen, sieht Gröger kaum. „Die Verwaltungskosten sind nicht kriegsentscheidend.“ Wichtigster Block seien die Ausgaben für die Kundengewinnung. Hier lasse der Wettbewerb aber kaum Spielraum. Solange die Konkurrenz zum Beispiel für einen Euro UMTS-Handys anbiete, könne ein einzelner Anbieter die Gerätesubventionen kaum zurückfahren.

Gröger sprach sich gegen eine weitere Regulierung auf nationaler oder europäischer Ebene aus. Wie schon die Konkurrenz bietet O2 künftig günstigere Auslandstarife an. Damit beugen sich die Anbieter einer Forderung der Europäischen Kommission, die deutlich niedrigere Roaming-Gebühren verlangt hat. „Das internationale Roaming war eine sehr preisintensive Thematik“, räumte Gröger ein. Die Mobilfunkfirmen hätten sich aber deutlich bewegt. O2 gehört zum spanischen Telefónica-Konzern.

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