400 Stellen in Gefahr
Abgespeckte „Frankfurter Rundschau“ denkbar

Seit November herrscht bei Belegschaft und Abonnenten Ungewissheit über das Schicksal der „Frankfurter Rundschau“. Möglicherweise könnten die Leser ihre Zeitung behalten, viele Mitarbeiter aber ihre Stelle verlieren.
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FrankfurtDie „Frankfurter Rundschau“ (FR) könnte als Titel zwar erhalten bleiben, aber um den Preis von bis zu 400 Arbeitsplätzen. Die Verkaufsgespräche seien in der Endphase, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schmitt am Mittwoch schriftlich mit. Zugleich wurde in Frankfurt die Belegschaft informiert.

„Zurzeit sind wir noch im Gespräch mit zwei potenziellen Investoren, die ernsthaftes Interesse an der Übernahme von Teilen des Unternehmens bekundet haben“, sagte Schmitt laut Pressemitteilung. Ein deutscher Investor wolle die FR fortführen, 400 Mitarbeiter würden aber dann ihre Stellen verlieren. Sie könnten in eine Transfergesellschaft wechseln, kündigte Schmitt an.

Als Interessent war zuletzt auch immer wieder die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) genannt worden. Die Verlagsleitung hatte dies allerdings nicht kommentiert. In jedem Fall bleibt ein Monat mehr Zeit für die Verhandlungen. Das Unternehmen werde über den 1. Februar hinaus fortgeführt, die FR erscheine also weiter, kündigte Schmitt an. Das vorläufige Insolvenzverfahren endet am Donnerstag, am 1. Februar könnte das eigentliche Insolvenzverfahren eröffnet werden. Die Verhandlungen könnten auch noch scheitern, betonte Schmitt von der Kanzlei Schultze & Braun: „Ich bin aber guten Mutes.“

Die FR hatte im November angesichts massiver Verluste Insolvenz angemeldet. Insgesamt stehen rund 450 Arbeitsplätze auf dem Spiel, davon etwa die Hälfte im Druckzentrum. Als zweiten Interessenten nannte Schmitt ein ausländisches Medienunternehmen, das aber einen zu niedrigen Preis geboten und kein tragbares Konzept vorgelegt habe.

Sollte der deutsche Investor zum Zuge kommen, könnte er laut Schmitt den Verlag zum 1. März übernehmen. Die Druckerei würde noch bis Ende April weiterarbeiten. Alle etwa 400 Journalisten und Druckereimitarbeiter, die nicht übernommen würden, könnten ab dem 1. März in eine Transfergesellschaft wechseln. Die bisherigen Eigentümer, die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg MDS und die SPD-Medienholding ddvg hatten am Dienstag finanzielle Unterstützung für eine solche Gesellschaft zugesagt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Tja...so ist es im Zeitalte der Technik! Na dann...willkommen bei hartz 4 ;-)

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