700 Stellen werden in Deutschland abgebaut
Neuer O2-Chef greift hart durch

Die Mobilfunkfirma O2 reagiert mit einem drastischen Stellenabbau auf die jüngsten Umsatzrückgänge. Betroffen seien Verwaltungs- und Zentralfunktionen, hieß es. Damit solle die Wettbewerbsfähigkeit wieder gesteigert werden.

HB FRANKFURT. Bis Mitte 2008 werde die Belegschaft um 700 auf 4000 Mitarbeiter reduziert, teilte die Telefonica-Tochter am Montag in München mit. Vor allem in der Verwaltung und in den Bereichen Technik und Marketing sollen Stellen gestrichen werden. Betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben, teilte das Unternehmen mit. Rund zwei Drittel der betroffenen Stellen sollen noch in diesem Jahr abgebaut werden.

Die Mobilfunknetzbetreiber liefern sich in Deutschland einen harten Wettbewerb. Preisrückgänge und gesunkene Gebühren für die Weiterleitung von Gesprächen in andere Netze führten bei O2 von Januar bis März zu einem Umsatzrückgang. O2 hatte als letzter der vier Wettbewerber Pauschaltarife eingeführt. Den Stellenabbau hatte bereits der frühere O2-Deutschland-Chef Rudolf Gröger angekündigt. Er gab seinen Posten nach sechs Jahren ab und wird ab dem 1. Oktober ein neues Beratungskomitee aufbauen und leiten.

Zudem ändert das Unternehmen seine Managementstruktur, um „schneller und flexibler auf Veränderungen reagieren“ zu können, erläuterte der neue Unternehmenschef Jaime Smith. Der O2-Manager Alex Röder wird künftig nur noch für den Betrieb des Netzes zuständig sein. Um den Ausbau des Netzes wird sich Andrea Folgueiras von Telefonica Argentinien kümmern. Antonio Botas, zuletzt bei O2 in Tschechien tätig, wird den neu geschaffenen Managerposten für Produktneuerungen übernehmen.

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