Ab 2005 sollen besonders dünne und energiesparende Monitore vom Band laufen
Canon und Toshiba gründen Flachbildschirm-Tochter

Canon und Toshiba wollen ab 2005 in einem Gemeinschaftsunternehmen besonders dünne und energiesparende Flachbildschirme fertigen. Die angewandte Technologie gilt als zukunftsweisend.

HB TOKIO. Beide Unternehmen kündigten am Dienstag nach Börsenschluss in Tokio die Gründung eines Joint Ventures mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Mrd. € an. Das Gemeinschaftsunternehmen soll ab dem kommenden Jahr so genannte Surface Conduction Electron Emitter Displays (SED) fertigen, an deren Entwicklung Canon und Toshiba bereits seit 1999 arbeiten. SED-Bildschirme benötigen deutlich weniger Energie als herkömmliche Flüssigkristall- und Plasmageräte. Im Gegensatz zu den gegenwärtig als Computer- und Fernsehdisplays eingesetzten LCD-Bildschirmen kommen sie ohne separate Hintergrundbeleuchtung aus, weil sie ihr eigenes Licht produzieren. Die neuen Bildschirme sollten für hochauflösendes Fernsehen und andere Inhalte angewendet werden, die eine hohe Darstellungsqualität benötigten, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Partner.

Mit Canon, dem größten Büromaschinen-Hersteller der Welt, steigt ein weiterer Elektronik-Riese in das schnell wachsende Geschäft mit Flachbildschirmen ein. Toshiba - der größte japanische Chipproduzent - ist bereits auf diesem Markt vertreten.

Nach Angaben beider Firmen soll das Gemeinschaftsunternehmen ab 2005 zunächst 3000 Bildschirme pro Monat herstellen, vornehmlich großformatige TV-Displays. Bis 2008 soll das Produktionsvolumen auf jährlich 1,8 Mill. und bis 2010 auf drei Mill. Geräte steigen. Erst dann wird das Unternehmen nach Einschätzung seiner Gründer Gewinne abwerfen. Den erwarteten Umsatz bezifferten Canon und Toshiba auf umgerechnet 150 Mill. € im Jahr 2007 und 1,5 Mrd. im Jahr 2010. Canon wird 50,002 % an der Gemeinschaftsfirma halten. Die restlichen Anteile liegen bei Toshiba. Das Marktforschungsunternehmen DisplaySearch geht in einer jüngst veröffentlichen Studie davon aus, dass sich das weltweite Marktvolumen für Flachbildschirme von 42,7 Mrd. Dollar 2003 auf 97,2 Mrd. Dollar im Jahr 2008 mehr als verdoppeln wird.

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