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Abgaben in der Schweiz: Kanton Zürich fordert höhere Steuern von Google

Das Kanton Zürich verhandelt mit dem Suchmaschinenkonzern offenbar über höhere Steuern. Google hat in Zürich einen der größten Standorte außerhalb der USA, zahlt aber bisher kaum Abgaben.

Das Schweizer Kanton Zürich will künftig höhere Steuern von Google verlangen. Quelle: AFP
Das Schweizer Kanton Zürich will künftig höhere Steuern von Google verlangen. Quelle: AFP

ZürichDer Schweizer Kanton Zürich will einem Pressebericht zufolge mehr Steuern von Google. Der Kanton verhandle mit dem US-Konzern über höhere Abgaben, berichtete der Zürcher „Tages-Anzeiger“ am Freitag. Zürich ist demnach mit mehr als 800 Beschäftigten der größte Google-Entwicklungsstandort außerhalb der USA. Das Unternehmen habe sich zudem Büros für weitere 300 Angestellte gesichert. Die Google Switzerland GmbH zahle aber bisher kaum Unternehmenssteuern, berichtete die Zeitung „aus zuverlässiger Quelle“.

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Grund seien hohe Investitionen in der Schweiz und eine „internationale Offshore-Strategie“: Fast alle Werbeumsätze, die Google in Europa einnehme, würden an eine irische Tochtergesellschaft weitergeleitet, die das Geld an eine andere irische Tochter als Lizenzgebühren zahle. Deren Steuersitz wiederum liege im Steuerparadies Bermudas, wo alle Firmen von Unternehmenssteuern befreit sind.

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Möglich wäre laut Zeitung auch, dass Google im Kanton Zürich von einer zehnjährigen Steuererleichterung profitiere, die zugezogene Unternehmen bekommen, wenn sie Arbeitsplätze schaffen. Die Liste dieser Firmen sei aber geheim.

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Die Steuer-Vermeidungspraktiken von US-Firmen wie Google, Amazon und Starbucks hatten in den vergangenen Monaten für Proteste gesorgt. In Großbritannien kündigte das Finanzministerium im Dezember „verschärfte Maßnahmen“ dagegen an.

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