Abhörskandal
Britische Regierung verteidigt Kontakte zu Murdochs Medien

Die britische Regierung wehrt sich gegen Vorwürfe, sie habe zu enge Kontakte zum Medienkonzern von Rupert Murdoch unterhalten. Der Medienmogul selbst entschuldigte sich unterdessen in aller Öffentlichkeit.
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London / New York Aus offiziellen Unterlagen geht hervor, dass Premierminister David Cameron im vergangenen Jahr häufig mit führenden Vertretern der Medien zusammentraf, davon mehr als 20 Mal mit Beschäftigten Murdochs. Es sei in einem demokratischen Land nicht überraschend, dass es Kontakte zwischen der Führung und ranghohen Medienvertretern gebe, sagte Außenminister William Hague. Murdochs Sohn James, seine bisherige Verlagschefin Rebekah Brooks und der frühere Chefredakteur der inzwischen eingestellten Boulevardzeitung „News of the World“, Andy Coulson, waren alle zu Gast auf Camerons Landsitz Chequers. Coulsons Besuch erfolgte zwei Monate, nachdem er im Zuge des Abhörskandals als Camerons Kommunikationschef zurückgetreten war. Hague sagte, Cameron habe Coulson eingeladen, um diesem für seine Arbeit in den vergangenen Jahren zu danken. Das sei völlig normal.

Medienmogul Rupert Murdoch selbst hat sich am Samstag in ganzseitigen Zeitungsanzeigen für den Abhörskandal bei seinem Boulevardblatt „News of the World“ entschuldigt. „We are Sorry“ („Es tut uns leid“) lautet die Überschrift des Anzeigentextes, der in allen landesweit erscheinenden Zeitungen Großbritanniens geschaltet worden war. Der Text trägt die Signatur von Rupert Murdoch.

„Das Geschäft der News of the World war es, andere zur Verantwortung zu ziehen. Sie versagte, als es um sie selbst ging. Das ernsthafte Fehlverhalten, das passierte, tut uns leid“, heißt es in dem Text. Und Murdoch fügt darin hinzu: „Es ist mir klar, dass es nicht genug ist, sich einfach zu entschuldigen.“

Zuvor waren zwei hochrangigen Managern an einem einzigen Tag zurückgetreten. Doch die Probleme für Rupert Murdoch werden wohl bleiben: Der Verwaltungsrat seines Medienkonzerns News Corp gerät angesichts der Enthüllungen im Abhörskandal bei der Zeitung „News of the World“ immer stärker in die Kritik. Als Konsequenz aus der Affäre nahm der Chef der amerikanischen News-Corp-Tochter Dow Jones & Co, Les Hinton, am Freitag seinen Hut. Hinton führte die britische Murdoch-Zeitungstochter News International, als sich die Abhörangriffe ereigneten, die jetzt vor allem in Großbritannien für Empörung sorgen. Zuvor hatte auch Rebekah Brooks, seine Nachfolgerin bei News International und Vertraute, ihren Rücktritt erklärt.

Personelle Konsequenzen beim Management sind nach Ansicht von Experten ein erster Schritt. Doch müsse sich auch die Unternehmenskultur ändern, die zum Skandal geführt habe. „Dass die Öffentlichkeit über diese Dinge so lange gelesen hat und trotzdem nicht rigoros durchgegriffen wurde, ist unglaublich“, sagt Fred Tannenbaum von der Chicagoer Kanzlei Gould & Ratner, die sich auf die Betreuung von Firmen in Familienbesitz spezialisiert hat. Nach seiner Ansicht sollte News Corp einheitliche Regeln für ethisches Verhalten, die Berichterstattung und die Recherche erlassen.

Nach Ansicht von Experten hätte auch ein unabhängigerer Verwaltungsrat, das Board of Directors, früher eingreifen und den Imageschaden begrenzen können. Der Konzern wird schon lange dafür kritisiert, dass unter seinen Aufsehern Familienmitglieder und Firmeninsider sind. In dem Gremium sitzen Rupert Murdoch selbst sowie zwei seiner Söhne, James und Lachlan. James Murdoch ist bei News Corp für die britischen Zeitungen verantwortlich und gilt als Kronprinz seines Vaters. Rupert Murdochs Tochter Elisabeth soll im kommenden Jahr ebenfalls Mitglied des Verwaltungsrates werden.

News Corp selbst gibt an, dass neun der 16 Board-Mitglieder nach den Regeln der Börse Nasdaq unabhängig seien. Der Knackpunkt ist allerdings die Stimmrechtsverteilung in dem Unternehmen: Wegen zwei Arten von Aktien verfügt die Familie über 40 Prozent der Stimmen bei der Ernennung von Verwaltungsratsmitgliedern und hat damit ein wichtiges Mitspracherecht. „Selbst wenn man ein unabhängiges Board schaffen würde - was nötig ist - wäre es noch immer der Familie verpflichtet, weil sie die Stimmen hat“, sagt Charles Elson, Experte für Unternehmensführung an der University of Delaware. News Corp selbst lehnt eine Stellungnahme zu dem Thema ab.

Die Turbulenzen um die „News of the World“ haben für Murdoch handfeste wirtschaftliche Auswirkungen. Am Mittwoch zog News Corp ein Angebot zur Komplettübernahme der profitablen Sendergruppe BSkyB in Höhe von zwölf Milliarden Dollar zurück. Die Regierung hatte den Kauf informell schon abgesegnet. Doch dann erschütterte die Enthüllungen, dass Journalisten der „News of the World“ sogar Telefone von Verbrechensopfern angezapft haben sollen, Großbritannien. Das Blatt wurde nach 168 Jahren kurzerhand geschlossen.

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  • Sie hatten vergessen Ihre sexuellen Obsessionen zu skizieren; mit der Größe Ihres Geschlechtsteils wissen wir insofern nix anzufangen, weil uns das nichts über Ihre schlechte Gesinnung auszuagen vermag: im Gegensatz zu Ihnen nämlioch wissen wir: daß ihr Geist entweder nicht vorhanden ist oder wenn, dann von minderer Qualität.

    Bedenken Sie bitte: erst gibt es uns - dann erstmal eine ganze Weile nichts und erst dann den Souverän - erst danach, sollten wir noch Zeit für Dreck haben könnte es Sie irgendwannmal geben.

    Sehen Sie bitte: Sie sind einfach nur der Dreck aus wir hier die dicke Wurst geben.

    Sie finden das moralisch anstößig?

    Wer so dermaßen zum Schwein sich herunterdegradieren läßt sollte froh sein, wenn ihm nicht Schlimmeres geschieht vor Ablauf seiner Tage.

  • Verglichen mit uns Heutigen waren die Nazis in Sachen Totalüberwachung geradezu ein Sonntagsausflug.
    Also ich hab Schuhgröße 39, mein Pimmel hat ne Eindringungsgröße von ca. 0,5mm und ist auch sonst sehr klein.
    Mitunter lasse ich mir Anzüge anfertigen fühle mich jedoch in Discounterwear auch nicht unangenehm: ich scheiße mitunter mehrfach am Tag und kotzen tue ich, sobald ich vor die Haustür treten muß.
    Mal sehn was noch interessant wäre: meione IP habt ihr und meine ID auch.
    Ansonsten bin ich der Rotz, der Euch bezahlt.

  • Ja: Abhörprotokolle weitergeben.

    ur choice.

    Weder sollte man irgendwas abhören noch weitergeben. Und die Wichte, die das versuchen, die kommen dahin wo sie nun stehen: direkt in die Weltöffentlichkeit.

    Und das wird erst der Anfang gewesen sein, diese Blockwarte dahin zu stellen wohin sie gehören: ans Licht der Weltöffentlichkeit!

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