Abkommen mit Google gefährdet
Yahoo-Aktie bricht weiter ein

Weil etliche Top-Manager das Unternehmen verlassen, nähren sich die Zweifel an der schnellen Erholung von Yahoo. Nach der gescheiterten Übernahme durch Microsoft muss Yahoo-Chef Jerry Yang schnell neue Erfolge vorweisen. Doch nun scheint auch eine Kooperation mit Google gefährdet.

DÜSSELDORF. Die Aktie des Onlinekonzerns Yahoo hat am Freitag an der US-Börse erstmals seit 31. Januar wieder unter der Marke von 22 Dollar geschlossen. Vorausgegangen waren Meldungen, dass weitere Top-Manager das Unternehmen verlassen werden und sich Yahoo einer drastischen Umstrukturierung unterzieht. Erste Analysten wie Colin Gillis von Canaccord Adams empfehlen Yahoo zum Verkauf, weil der ungebremste Verlust erstklassiger Software-Ingenieure es noch schwieriger machen werde, den Turn-around zu schaffen.

Nach Medienberichten verlassen mit Vish Makhijani, dem Chef der Suchsparte, und Brad Garlinghouse, dem Kopf des Bereichs "Kommunikation und Communities", erneut zwei Top-Kräfte das Unternehmen. Am Donnerstag wurde bereits bestätigt, dass Qi Lu, Senior Vice President Such-Technologie, gehen wird. Er zeichnet für das in die Kritik geratene Anzeigenprogramm "Panama" verantwortlich.

Yahoo gibt sich trotz der personellen Verluste gelassen: "Wir haben erstklassige Talente in allen Managementbereichen unseres Unternehmens", sagte eine Sprecherin. Solche Personalwechsel seien in der Internetbranche nicht unüblich.

Tatsächlich verschärft sich der personelle Aderlass bei Yahoo. Der Branchendienst Techcrunch meldet, seit Januar hätten mehr als 100 Manager die Firma verlassen. Allein in den jüngsten Tagen hätten mindestens neun Führungskräfte ihre Kündigungen eingereicht.

Grund könnte eine geplante Restrukturierung sein. Im Kern wird sie die Bereiche Websuche, E-Mail und Homepage-Business zusammenführen, zitiert das Wall Street Journal Yahoo-Insider. Dadurch solle die Zusammenarbeit der Unternehmenssparten intensiviert und beschleunigt werden. Zudem würden Kosten gesenkt.

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