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E-Plus stärkt KPN den Rücken

Belastet von seiner Festnetzsparte hat der niederländische Telekomkonzern KPN im abgelaufenen Quartal einen leichten Ergebnisrückgang verzeichnet. Der deutsche Ableger E-Plus konnte gegen den Branchentrend zulegen.

dpa-afx DAN HAAG/DÜSSELDORF. Belastet von seiner Festnetzsparte hat der niederländische Telekomkonzern KPN im abgelaufenen Quartal einen leichten Ergebnisrückgang verzeichnet. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sei um 0,5 Prozent auf 1,28 Mrd. Euro gesunken, teilte die Gesellschaft am Montag in Den Haag mit. Ergebnistreiber war erneut die deutsche Tochter E-Plus, die kräftige Zuwächse auswies.

Der Überschuss sank von 431 Mill. auf 400 Mill. Euro, während der Umsatz um 1,1 Prozent auf 3,01 Mrd. Euro kletterte. Das Umsatzplus erklärte KPN-Chef Ad Scheepbouwer mit dem Verkauf von Immobilien, wodurch ein Buchgewinn angefallen sei. Ohne diesen sei der Umsatz um 0,4 Prozent gesunken.

Der deutsche Ableger E-Plus steigerte gegen den Branchentrend sein operatives Ergebnis um knapp zehn Prozent auf 293 Mill. Euro. Die Zahl der Kunden wuchs um 422 000 auf 13,6 Millionen, wobei nur 55 000 Vertragskunden waren. Die operative Marge kletterte auf 39,8 Prozent, womit E-Plus bei der Rentabilität den Anschluss zu den Marktführern T-Mobile und Vodafone D2 schaffte. Die Wettbewerber weisen indes sinkende Erlöse aus, was sie mit Belastungen durch die Regulierung begründen. Rivale O2 musste am Montag einen kräftigen Rückgang bekannt geben.

E-Plus profitiert von seiner Mehrmarkenstrategie, die vor rund zwei Jahren mit dem Start von Simyo eingeführt wurde. "Trotz sinkender Preise in einem stagnierenden Markt gelingt es uns, bei allen wichtigen Erfolgsparametern gegen den Markttrend zu wachsen", sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks.

Der niederländische Mutterkonzern bestätigte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Ungeachtet der Rückgänge werde weiterhin davon ausgegangen, dass die Erwartungen für 2007 erfüllt würden, sagte Vorstandschef Scheepbouwer. Er rechnet beim Umsatz wie auch beim Ebitda mit einem unveränderten Ergebnis gegenüber dem Vorjahr. Im abgelaufenen Jahr hatte der Konzern 12,06 Mrd. Euro umgesetzt und eine Ebitda von 4,84 Mrd. Euro ausgewiesen.

Mit dem Kauf des niederländischen IT-Dienstleisters Getronics will KPN sein Geschäft weiter ausbauen. Pro Aktie will das Unternehmen 6,25 Euro pro Getronics-Aktie in bar bieten - die Gesellschaft wird damit mit 766 Mill. Euro bewertet. Das Übernahmeangebot liegt um 23 Prozent über dem Schlusskurs der Getronics-Aktie vom Freitag.

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