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IDS Scheer verdoppelt Gewinn

Neue Organisation, Kosten deutlich gesenkt – und schon kann man die Krise Krise sein lassen. Das gilt zumindest für IDS Scheer. Der Softwarehersteller hat im ersten Quartal den Gewinn verdoppelt und den Jahresausblick bekräftigt.

HB SAARBRÜCKEN. Der Gewinnschub geht auf interne Restrukturierungen zurück, die jährlich zwölf Mio. Euro einsparen sollen. Zudem profitiert IDS Scheer von der Zusammenlegung der Bereiche Produkte und Beratung. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen immaterieller Firmenwerte (EBITA) verdoppelte sich von 4,1 auf 8,2 Mio. Euro und ließ die Analystenprognosen hinter sich. Unterm Strich verdiente IDS Scheer 4,8 Mio. Euro nach 2,4 Mio. Euro vor einem Jahr. Grund der Gewinnverdopplung war der flächendeckende Rückzug aus wenig profitablen Aktivitäten. Daher schrumpfte aber der Umsatz von 94,3 auf 90,2 Mio. Euro.

Vorstandschef Peter Gérard bekräftigte die Absicht, hinzuzukaufen. Seit Anfang vergangenen Jahres war die Aktie von 15 auf unter fünf Euro gefallen und hatte sich seit Anfang Januar wieder über acht Euro berappelt.

Die Saarbrücker peilen weiterhin 2009 einen Umsatz von 370 bis 390 Mio. Euro an. Die Marge soll in diesem Jahr wieder auf sieben bis acht Prozent steigen. Das will IDS Scheer „primär organisch“ erreichen. Hoffnungen auf einen Zukauf nährt Gérard mit dem Hinweise, der Bargeldbestand von 81,2 Mio. Euro biete einen guten Handlungsspielraum, um strategische Marktchancen zu nutzen. IDS Scheer schlägt der Hauptversammlung eine unveränderte Dividende in Höhe von 22 Cent je Aktie für das vergangene Jahr vor.

„Wir haben unsere internen Prozesse verschlankt“, sagte Gérard. „Wir sehen weitere große Marktpotenziale, insbesondere in den internationalen Regionen Amerika und Asien, wo wir unsere globale Expansion weiter forcieren. Zudem hat das erste Quartal bereits deutliche Ergebnisverbesserungen in der Auslandsorganisation gezeigt.“ So wurden die Vertriebs- und Marketingkosten gesenkt. Die Allgemeinen Verwaltungskosten sanken ebenfalls. Dagegen hat IDS Scheer die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um zehn Prozent auf 4,1 Mio. Euro aufgestockt.

In der Region Deutschland, Österreich, Schweiz stagnierte der Umsatz bei 55 Mio. Euro. Dort schaffen die Saarbrücker aber weiterhin den Großteil des Gesamtgeschäfts. Mit einem EBITA von 8,4 Mio. Euro lag der operative Gewinn über dem Konzerngewinn. Im Rest der Welt stoppte IDS Scheer defizitäre Aktivitäten, um die Verluste einzudämmen und verzichte damit auf Umsatz.

In Resteuropa, Afrika und im Nahen Osten schrumpfte der Umsatz von 30,8 auf 25,4 Mio. Euro bei vernachlässigbarem Gewinn. In den Amerikas ging der Umsatz währungsbereinigt um 15 Prozent auf 11,6 Mio. Euro zurück und deckelte damit die dortigen Verluste. Asien-Pazifik trug 4,8 Mio. Euro zum Umsatz bei mit 0,7 Mio. Euro EBITA-Verlust.

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