Absatzrückgang bei TV-Geräten
Loewe ordnet Kurzarbeit an

Die klassische TV-Bildröhre verliert ihren Reiz, der Trend geht zu flachen LCD- und Plasma-Bildschirmen. Das macht sich auch bei den Absatzzahlen bemerkbar. So zwingt der Absatzrückgang bei klassischen Bildröhren-Fernsehgeräten Loewe bis zum Jahresende zu Kurzarbeit.

HB KRONACH. Ein Absatzrückgang bei klassischen Bildröhren-Fernsehgeräten zwingt die Loewe AG bis zum Jahresende zu Kurzarbeit. Rund 400 Mitarbeiter seien davon betroffen, sagte Firmensprecher Roland Raithel am Mittwoch. Von Oktober bis Ende Dezember solle an insgesamt zehn Tagen kurz gearbeitet werden. Bei Bildröhrengeräten sollen Produktion und Lagerbestand der Nachfrage angepasst werden. Die Herstellung von großformatigen LCD- und Plasma-Geräten sei hingegen von der der Kurzarbeit nicht berührt, sagte Raithel.

Bei klassischen Fernsehgeräten hätten sich die Hoffnungen nach der grundsätzlich positiv verlaufenen Berliner Funkausstellung nicht erfüllt. Zudem führe das wachsende Interesse an Flachdisplay-Geräten zu einem überproportionalen Nachfragerückgang bei klassischen Röhren- Fernsehgeräten, sagte der Loewe-Sprecher. Bislang reiche die Nachfrage nach Flachbild-TV-Geräten aber nicht aus, um Beschäftigte innerhalb der Produktion verlagern zu können.

Die Kurzarbeit ist nach Raithels Angaben zudem erforderlich geworden, da die tariflichen Möglichkeiten bereits ausgeschöpft seien. Bereits im Frühsommer hatte Loewe die Wochenarbeitszeit in den betroffenen Produktionsbereichen schrittweise von 35 auf 29 Stunden zurückgefahren. 70 Mitarbeitern sei damit die Entlassung erspart worden. Als Reaktion auf die veränderte Nachfrage will Loewe nach Raithels Angaben im ersten Halbjahr 2004 in die Herstellung großformatiger LCD-Geräte und einer zusätzlichen Plasma-Bildschirm- Familie einsteigen.

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