Abschreibungen belasten Ergebnis
AT&T muss bittere Pille schlicken

Der drittgrößte US-Telekommunikationskonzern AT&T hat wegen Wertberichtigungen sowie Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen im dritten Quartal einen Nettoverlust von mehr als sieben Milliarden Dollar verbucht. Ohne Berücksichtigung der Sonderbelastungen wäre der Gewinn allerdings deutlich gestiegen.

HB WASHINGTON. Massive Abschreibungen haben dem drittgrößten US-Telekommunikationskonzern AT&T einen Quartalsverlust von mehr als sieben Mrd. Dollar beschert. Ohne Berücksichtigung der Sonderbelastungen verbuchte das Unternehmen allerdings einen deutlich gestiegenen Gewinn.

AT&T gab am Donnerstag für das dritte Quartal einen Fehlbetrag von 7,1 Mrd. Dollar oder 8,95 Dollar je Aktie bekannt. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Gewinn von 418 Mill. Dollar verbucht. Zur Erklärung des Milliardenverlusts verwies die Telefongesellschaft auf die bereits Anfang Oktober mitgeteilte Abschreibung über 11,4 Mrd. Dollar. Diese massive Wertberichtigung in der Bilanz ist die Folge einer umfassenden Umstrukturierung, der zufolge sich das Unternehmen aus dem Geschäft mit Privatkunden zurückgezogen hat und sich nun auf Firmenkunden konzentriert. Dazu hatte der Konzern auch die Streichung von 7400 Stellen angekündigt. Hintergrund dieses Strategiewechsels ist der verschärfte Wettbewerbsdruck durch die führenden regionalen Telefongesellschaften in den USA.

Rechnet man einmalige Belastungen heraus, ergab sich nach Firmenangaben für das abgelaufene Quartal ein Gewinnplus auf 593 (Vorjahresperiode: 141) Mill. Dollar oder 75 (18) Cent je Aktie. Der Umsatz sank um 11,7 % auf 7,6 Mrd. Dollar in Folge des Preiskampfes bei Ferngesprächen für Firmenkunden. Befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 7,36 Mrd. Dollar und einem Gewinn von 49 Cent je Aktie gerechnet.

AT&T hob nach eigenen Angaben seine Erwartungen für das operative Ergebnis vor Investitionen an. Dieses soll demnach im laufenden Jahr bei 4,8 Mrd. Dollar liegen. Zugleich bekräftigte das Unternehmen sein Investitionsziel von 1,8 Mrd. Dollar.

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