Abspaltung und Umbenennung
BenQ verstößt eigenen Namen

Der taiwanesische Elektronikkonzern BenQ ist durch die Pleite seiner deutschen Tochter BenQ Mobile – der ehemaligen Siemens-Handysparte – in Verruf geraten. Nun macht das Unternehmen einen radikalen Schnitt mit seiner Vergangenheit: Es benennt sich um. Der Name BenQ wird aber dennoch weiterleben.

PEKING. BenQ wolle künftig unter „Jia Da“ auftreten und so auch an der Börse Taipeh notiert bleiben, sagte Firmenchef K.Y. Lee in Taipeh. Das Unternehmen wolle nun wieder stärker als Massenfertiger für andere Konzerne auftreten und seine alte Marke in ein neues Unternehmen auslagern. Die abgespaltene Sparte werde den Namen BenQ weiter nutzen und soll am 1. September starten. Den Plänen müssen aber noch die Aktionäre zustimmen.

Aufspaltung und Namenswechsel bedeutet eine radikale Kurswende. BenQ hatte mit dem Kauf der Handysparte von Siemens ursprünglich seinen Namen global etablieren wollen. Die Strategie scheiterte jedoch, weil sich die alte Siemens-Sparte als großer Verlustbringer erwies. Der in BenQ Mobile umgetaufte Bereich musste Insolvenz anmelden und wird momentan in Deutschland abgewickelt.

Nach dem Scheitern auf dem europäischen Markt mit Siemens-BenQ sei der Strategiewechsel sinnvoll, sagte Konzernchef Lee. Er kehrt damit zu den Wurzeln des Unternehmens zurück, das vor 23 Jahren in Taiwan als Auftragshersteller vom Acer-Konzern abgespaltet worden war.

Für den asiatischen und besonders den boomenden chinesischen Markt will BenQ weiterhin Handys unter der alten Marke herstellen. China hat momentan fast 500 Millionen Handy-Nutzer und gilt als Wachstumsarkt der Zukunft in der Branche. Nur jeder dritte Chinese hat bislang ein Handy.

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