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15.12.2006 
Aktie des US-Softwarekonzerns legt kräftig zu

Adobe steigert Gewinn überraschend deutlich

Der US-Softwareanbieter Adobe hat dank der Integration des Ex-Rivalen Macromedia seinen Gewinn im vierten Geschäftsquartal kräftig gesteigert. Das neue Geschäft habe dabei geholfen, den Umsatz mit Design-, Bild- und Dokumentenprogrammen überraschend deutlich anzukurbeln, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit.

HB BOSTON. Für Ende des zweiten Quartals kündigte Adobe eine neue Version seines Software-Pakets Creative Suite an, das unter anderem die Programme Photoshop und Acrobat enthält. „Das wird der größte Verkaufsstart in der Geschichte Adobes“, sagte Konzern-Chef Bruce Chizen der Nachrichtenagentur Reuters.

Mit seinem Ausblick für das laufende erste Quartal konnte das Unternehmen verunsicherte Anleger beruhigen, die eine schwächere Prognose befürchtet hatten. Adobe-Aktien legten am Freitag vorbörslich um fast sieben Prozent auf 43,57 Dollar zu. Im Schlussquartal bis zum 1. Dezember steigerte Adobe seinen Nettogewinn um 16 Prozent auf knapp 182 Mill. Dollar. Vor Sonderposten lag der Gewinn bei 33 Cent je Aktie.

Der Umsatz wuchs auf 682,2 von 510,4 Mill. Dollar. Dazu trug auch das im vergangenen Dezember für 3,4 Mrd. Dollar übernommene Macromedia-Geschäft bei. Analysten hatten einen Gewinn je Aktie von 33 Cent und einen Umsatz von 671 Mill. Dollar erwartet. Macromedia ist vor allem für seine Flash-Software bekannt, die etwa in der Internet-Werbung zum Einsatz kommt.

Für das laufende Quartal prognostizierte Adobe einen Gewinn vor Sonderposten zwischen 28 und 30 Cent je Aktie und einen Umsatz von 640 bis 670 Mill. Dollar. Branchenexperten rechnen mit einem Gewinn von 31 Cent und bei einem Umsatz von 653 Mill. Dollar. Für das Geschäftsjahr 2007 peilt Adobe eine Umsatzsteigerung von rund 15 Prozent an.

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