Adva Optical
Netzwerkausrüster dampft Wachstumsziel ein

Die Marktlage ist und bleibt mau für Adva Optical – dabei war im Juli die Rede von einer Trendwende. Jetzt korrigiert der Netzwerkausrüster seine Prognose für das vierte Quartal nach unten.
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DüsseldorfDer Netzwerkausrüster Adva Optical Networking dampft angesichts der weiter mauen Marktlage seine Wachstumspläne für das vierte Quartal ein. Noch im Juli sah Vorstandschef Brian Protiva angesichts des explodierenden Datenverkehrs im Internet das Ende der Durststrecke erreicht und prognostizierte Wachstum zum Vor- wie zum Vorjahresquartal.

Am Donnerstag ruderte er jedoch zurück und gestand ein, das vierte Quartal werde schwächer ausfallen als das dritte - das sich schon schlechter entwickelte als das Vorjahresquartal. Mit seiner Prognose erwischte Protiva die Anleger kalt. Die Papiere verloren in der Spitze 13 Prozent und führten damit die Verliererliste im Technologieindex TecDax an. „Der Ausblick auf das vierte Quartal ist eine Katastrophe", sagte ein Händler.

Schon von Juli bis September lief es schlechter als im Vorjahreszeitraum. Adva hatte die Anleger aber vorgewarnt, die Ergebnisse bewegten sich im Rahmen der Prognosespannen. Der Umsatz fiel um 3,9 Prozent auf 79 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus Martinsried bei München mitteilte. Das Betriebsergebnis sank auf 3,5 von 5,1 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb Adva ein Gewinn von 2,3 Millionen Euro nach 3,5 Millionen Euro im Vorjahr.

Protiva zeigte sich aber dennoch zuversichtlich, dass Adva schon bald die Trendwende gelingt. „Obwohl sich unser Markt bislang im zweiten Halbjahr 2013 enttäuschend entwickelt hat, bleibt ADVA Optical Networking ein Innovationsführer und verfügt über eine breite Kundenbasis, zu der wir sehr gute Beziehungen pflegen." Die Zahl der vielversprechenden Projekte steige und es gebe klare Anzeichen, dass der Markt zu „wesentlichem Wachstum" zurückkehre. Die Netzbetreiber seien gezwungen, dem explodierenden Bandbreitenwachstums zu begegnen.

Adva rüstet Netze von Firmen wie der Deutschen Telekom oder Kabel Deutschland aus und konkurriert unter anderem mit Ericsson und Alcatel Lucent. Aber auch chinesische Anbieter wie Huawei und ZTE kämpfen mit ihnen um Ausrüstungsverträge. Rivale Ericsson büßte wegen des harten Wettbewerbs im dritten Quartal drei Prozent Umsatz ein und verfehlte beim Betriebsergebnis die Analystenschätzung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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