AEG-Mutter
Electrolux entzückt die Aktionäre

Die schwedische AEG-Mutter trotzt der Euro-Schuldenkrise. Der Haushaltsgeräte-Konzern profitiert von einer soliden Nachfrage in den Schwellenländern - und jagt den Konkurrenten in allen Produktbereichen Marktanteile ab.
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StockholmDie schwedische AEG-Mutter Electrolux lässt sich von der Euro-Schuldenkrise nicht das Geschäft vermiesen. Eine solide Nachfrage in den Schwellenländern Lateinamerikas, Südostasiens und Osteuropas verhalf dem Haushaltsgeräte-Konzern zu einem überraschend deutlichen Gewinnplus im vergangenen Quartal. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, konnte es zudem im krisengebeutelten europäischen Geschäft der Konkurrenz in allen Produktbereichen Marktanteile abjagen.

In Nordamerika sei es gelungen, erfolgreich höhere Preise durchzusetzen. Dazu sehen sich Branchengrößen wie Electrolux und der US-Rivale Whirlpool gezwungen, um anziehende Rohstoffkosten auszugleichen. Electrolux-Chef Keith McLoughlin sagte, er erwarte hier weiter einen Anstieg im laufenden Jahr, für das kommende dann aber eine positivere Entwicklung.

Im abgelaufenen Quartal steigerte der schwedische Konzern, zu dem neben AEG auch die Marken Zanussi und Frigidaire gehören, seinen operativen Gewinn auf 1,15 Milliarden schwedische Kronen (rund 144 Millionen Euro) von 745 Millionen Kronen vor einem Jahr und lag damit über den Analystenerwartungen. Trotz der anhaltenden Euro-Krise hält das Management an seiner Prognose fest.

Demnach erwartet es für dieses Jahr auf dem europäischen Markt schlimmstenfalls eine leichte Nachfrageabschwächung und hält in Nordamerika ein Plus von bis zu zwei Prozent für möglich. UBS-Warburg-Analyst David Hallden zeigte sich positiv überrascht über den Erfolg von Produktneuheiten des Unternehmens in Europa. Auch an der Börse herrschte Jubel: Die Electrolux-Aktie schoss 4,4 Prozent in die Höhe.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " AEG-Mutter: Electrolux entzückt die Aktionäre"

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  • Wir hatten hier in der Schweiz zweial Electrolux Geräte in der Küche (in der Schweiz gibt es kein Küchewandern wie scheinbar in D, sondern die Küchen werden im Regelfall vom Vermieter fest eingebaut) und beidemal waren wir nicht zufrieden. Aufgrund der Qualität wird der Erfolg dieser Firma wohl eher nicht zu begründen sein. Wahrscheinlich sind sie billig, die Geräte.

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