Agis-Chef bestreitet Probleme
Allianz-Tochter lagert Service aus

Der IT-Dienstleister der Münchener Allianz in Deutschland, die Agis, wird einen Teil ihrer Aufgaben an einen Partner auslagern. Agis-Chef Kurt Servatius sagte am Dienstag im Gespräch mit dem Handelsblatt, davon seien 600 der 2000 Stellen betroffen. Man suche nach einem zuverlässigen und starken Partner, der sich langfristig binde und hoffe, diesen bis Anfang 2007 zu finden.

MÜNCHEN. Mit dem umstrittenen Umbau des Deutschlandgeschäfts der Allianz habe die Maßnahme nichts zu tun, sagte Servatius. Die deutsche Allianz-Tochter ADAG strafft in Deutschland ihre Strukturen, deshalb sollen bis 2007 im Innendienst des Versicherers gut 5000 Vollzeitstellen abgebaut werden. Hinzu kommen weitere knapp 2500 Stellen bei der Dresdner Bank. Der IT kommt bei der Umstrukturierung eine zentrale Rolle zu, da sämtliche Konzernsparten an eine einheitliche IT-Plattform angeschlossen werden sollen.

Von der Auslagerung bei der Agis sind vor allem einfachere Dienstleistungen betroffen, so der Arbeitsplatz-Service, die Netzwartung und der Betrieb der Telekommunikation. Servatius bekräftigte, dass die Qualität des Service darunter nicht leiden werde. Dass das Unternehmen die Auslagerung mitten im Umbau des Deutschlandgeschäfts bekannt gibt, erklärte Servatius mit der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern.

Im Umfeld des Konzerns heißt es dagegen, die IT-Umstellung bereite Probleme. Deshalb habe ADAG-Vorstand Christof Mascher, der für die IT-Umstellung verantwortlich ist und zugleich im Aufsichtsrat der Agis sitzt, auf die Auslagerung der IT-Dienste gepocht. Im Juli 2007 soll in Leipzig der erste Pilotstandort des neuen ADAG–Betriebsmodells die Arbeit beginnen. Servatius bestritt einen direkten Zusammenhang. Der Umbau der ADAG habe die Entscheidung allenfalls beschleunigt.

Die Agis als IT-Dienstleister der Allianz und der Dresdner Bank hat bereits eine tief greifende Restrukturierung hinter sich. In den vergangenen Jahren hat sie sieben Rechenzentren geschlossen und 550 Stellen abgebaut.

Quelle: Pablo Castagnola
Christoph Hardt
Handelsblatt / Ressortleiter
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