Agressive Vermarktung
iPhone soll Telekom Wachstumsschub bescheren

Vorneweg dank Apple? Mit dem neuen Super-Handy will T-Mobile-Deutschlandchef Humm deutlich mehr Geschäftskunden anlocken und dem Platzhirsch Blackberry Konkurrenz machen. Dafür senkt er sogar massiv die Preise. Das Geld soll über mobile Datendienste wieder rein kommen.

BONN. Das neue Apple-Handy iPhone 3G mit schnellem Internetzugang soll die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom beflügeln. T-Mobile erwartet durch das Multimedia-Handy eine starke Zunahme bei den lukrativen Geschäftskunden. „Durch das iPhone 3G werden wir im Bereich der Geschäftskunden unsere Marktstellung ausbauen“, sagte Philipp Humm, Deutschlandchef von T-Mobile, dem Handelsblatt. „Wir haben bereits Anfragen von großen Geschäftskunden beispielsweise aus der Beratungsbranche. Wir sind zuversichtlich“, berichtet der frühere Unternehmensberater, der auf der morgen beginnenden Handelsblatt-Tagung Telekommunikation in Düsseldorf sprechen wird. Der Optimismus des T-Mobile-Chefs stößt allerdings bei Branchenexperten auf Skepsis. „Ich glaube nicht, dass das neue iPhone bei den Geschäftskunden den Konkurrenten Blackberry schnell verdrängen wird. Das ist eine mittelfristige Herausforderung“, sagt Analyst Thomas Friedrich von der Hypo-Vereinsbank.

T-Mobile wird ab 11. Juli das neue iPhone in Deutschland exklusiv verkaufen. Die zweite Version des Multimediahandys soll dann schon für einen Euro zu haben sein. Voraussetzung sei dafür aber, dass der Kunde einen Zwei-Jahres-Vertrag mit dem teuersten monatlichen Tarif von 89 Euro schließt. Zum Start der ersten Generation in Deutschland im vergangenen November hatte das iPhone noch mindestens 399 Euro gekostet.

Für das neue iPhone 3G mit 16 Gigabyte müssen Technikbegeisterte knapp 250 Euro auf den Ladentisch legen, als Grundpreis pro Monat werden dem Kunden dann 29 Euro in Rechnung gestellt, wie aus einer Pressemitteilung der Telekom-Tochter T-Mobile vom Montag hervorgeht.

Die Telekom will mit dem neuen Gerät, das auch über einen GPS-Chip für die Navigation verfügt, umsatzstarke Kunden aus der Wirtschaft anlocken. Bislang wird vor allem der Markt der Geschäftskunden vom kanadischen Hersteller RIM mit seinem beliebten Blackberry beherrscht.

Auch für das iPhone der ersten Generation hatte T-Mobile die exklusiven Vertriebsrechte. Der Verkauf des Handys mit einem speziellen Vertrag blieb aber hinter den Erwartungen unabhängiger Beobachter zurück. Zuletzt hatte T-Mobile im Januar berichtet, dass mehr als 100 000 iPhones verkauft worden seien. Seitdem schweigt sich der Mobilfunkkonzern aus. Humm beteuert unterdessen die Zufriedenheit über die Zusammenarbeit mit Apple: „Bereits das erste iPhone hat sich für uns gelohnt. Denn dadurch haben wir Kunden gewonnen, die das mobile Internet 30fach öfter nutzen als herkömmliche T-Mobile-Kunden.“

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