Akquisition
Infineon schlägt wieder zu

Infineon-Chef Wolfgang Ziebart arbeitet weiter an der Umsetzung seines Planes, das Geschäft mit Halbleitern auch mit Akquisitionen auszubauen. Am späten Montagabend verkündete der Konzern, die Übernahme des Handy-Chip-Geschäfts von US-Hersteller LSI Logic Corporation (LSI). Das ist bereits der zweite Zukauf innerhalb weniger Monate.

HB MÜNCHEN. Der Übernahmepreis betrage rund 330 Mill. Euro, teilte das Münchener Unternehmen am Montagabend mit. Hinzu komme eine bedingte erfolgsabhängige Zahlung von bis zu 37 Mill. Euro. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden werde der Abschluss der Transaktion im vierten Kalenderquartal 2007 erwartet.

Die Übernahme ist nach dem Kauf der Breitband-Chip-Sparte des Konkurrenten Texas Instruments für Infineon die zweite Akquisition innerhalb weniger Monate. Konzernchef Wolfgang Ziebart hatte nach der Abspaltung der schwankungsanfälligen Speicherchipsparte Qimonda angekündigt, das verbleibende Geschäft mit Halbleitern für die Telekommunikation, die Industrie und die Autobranche auch mit Akquisitionen auszubauen und so längerfristig in der Gewinnzone zu verankern.

Im ersten Halbjahr 2007 verzeichnete die Mobility Products Group von LSI Umsätze in Höhe von rund 150 Mill. Euro. Durch die Akquisition erwartet Infineon einen deutlich positiven Beitrag beim EBITA für das Geschäftsjahr 2008, hieß es in der Adhoc-Mitteilung des Unternehmens weiter. Die Mobilfunkaktivitäten von LSI umfassen hauptsächlich Basisband-Prozessoren sowie Mobilfunk-Plattformen, die das bestehende Portfolio von Infineon sinnvoll ergänzen.

Bei der Transaktion werden keine Fertigungsstätten übernommen. Im Rahmen der Akquisition übernimmt Infineon rund 700 Mitarbeiter von LSI, teilte das Unternehmen mit.

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