Akquisitionen in Medizingerätesparte
Philips erwartet geringere Verbraucher-Nachfrage

Vor allem in Europa rechnet Philips im laufenden zweiten Geschäftsquartal mit einer schwächeren Nachfrage der Verbraucher nach Konsumelektronik-Produkten. Europas größter Verbraucher-Elektronikgeräte-Hersteller hält aber an seinem Margenziel fest.

HB TOKIO. „Weltweit signalisieren die Wirtschaftsindikatoren schwächere Wachstumsraten. Insbesondere Europa leidet im zweiten Jahresviertel unter einem abgeschwächten Konsum-Umfeld im Einzelhandel. Das behindert unsere kurzfristigen Wachstums-Pläne“, sagte Philips-Chef Gerard Kleisterlee am Mittwoch. Vor einem Treffen mit Analysten zum Geschäftsbereich Medizin-Systeme sagte er, Philips suche in diesem Segment nach weiteren Wachstumschancen durch Allianzen oder Übernahmen.

Philips geht für das laufende Jahr jedoch weiter von einer operativen Marge von 2 % bis 2,5 % in der Sparte Unterhaltungselektronik aus. Trotz der nachlassenden Nachfrage halte das Unternehmen an diesem Ziel fest, sagte Pressesprecher Jayson Otke am Mittwoch zu Dow Jones Newswires.

Philips ist der weltgrößte Beleuchtungs-Hersteller, zählt zu den drei größten Krankenhausausstattern der Welt und ist die Nummer drei unter den europäischen Herstellern von Mikroprozessoren.

Philips-Aktien reagierten auf den Bericht im Eröffnungshandel an der Börse in Amsterdam mit einem Verlust von 3,6 %. Es sei offensichtlich, dass der Umsatz nicht wie von Philips angestrebt um fünf oder sechs Prozent in diesem Jahr wachsen werde, sagte Analyst Victor Bareno von SNS Securities.

Der Konzern gab zudem bekannt, durch Akquisitionen seine Medizingerätesparte ausbauen zu wollen. Er habe Expansionsmöglichkeiten ausgemacht und sei in entsprechenden Gesprächen, teilte der CEO der Sparte, Jouko Karvinen, Analysten am Mittwoch mit. Diese müsse jedoch wertsteigernd sein und sich nicht allein auf das Umsatzwachstum auswirken. Laut Karvinen ist eine "gute Allianz" eine Alternative zu einem Kauf. Philips hatte eine oder mehrere Großakquisitionen für das Jahr angekündigt, bislang aber noch keinen Abschluss getätigt.

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