Aktie auf Talfahrt
Balda enttäuscht Investoren

Nach dem Verkauf seines defizitären Europa-Geschäftes peilt der Handyausrüster Balda für 2008 einen Gewinn an. Bei Investoren sorgte die Prognose jedoch für Enttäuschung. Balda verlor am Donnerstag zeitweise mehr als ein Viertel des Börsenwertes.

HB DÜSSELDORF. Das inzwischen überwiegend im Dollarraum tätige Unternehmen kündigte für das laufende Jahr einen Vorsteuergewinn von 35 Mill. Dollar (rund 24 Mill. Euro) an und einen Umsatz von 600 Mill. Dollar (rund 414 Mill. Euro).

Für 2007 wird im Konzern wegen der hohen Verluste in der europäischen Handyschalen-Produktion ein Fehlbetrag in Millionenhöhe erwartet. Für das Asiengeschäft - ohne Indien, Brasilien und die Medizintechnik - wies Balda allerdings einen operativen Gewinn von acht Mill. Euro im Schlussquartal 2007 aus. Balda hat das Touchscreen-Geschäft in Asien angesiedelt. Balda ist dem Vernehmen nach Zulieferer für das Apple - Handy iPhone.

Das Geschäft in Europa war eingebrochen, nachdem Handyhersteller in den asiatischen Raum abgewandert waren und damit Kunden verloren gingen. Darum hatte Balda zum Jahresende das frühere Kerngeschäft, drei verlustreiche europäische Tochterfirmen, an eine Gesellschaft verkauft, die das Geschäft wiederum an Investoren um die Beteiligungsgfirma Aurelius weiterreichen soll. Voraussetzung hierfür aber ist, dass ein profitabler Geschäftsplan aufgestellt werden kann. Vor diesem Hintergrund war in den vergangenen Wochen immer wieder spekuliert worden, dass der Verkauf rückgängig gemacht werden könnte und hohe Abschreibungen fällig werden.

Diese Unsicherheit trug Börsianern zufolge dazu bei, dass der Balda -Aktienkurs zeitweise um rund 30 Prozent auf 4,42 Euro einbrach. Außerdem habe das Unternehmen mit seiner Prognose die Erwartungen verfehlt, sagte ein Analyst. Händler verwiesen zudem auf eine Herabstufung der Titel durch die Berenberg Bank. "Berenberg hat Balda mit einem Kursziel von zwei Euro zum Verkauf empfohlen", sagte ein Börsianer.

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