Aktie auf Talfahrt
Balda schraubt Erwartungen runter

Der Handyausrüster Balda nimmt seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr zurück und rechnet nun mit einem Gewinneinbruch. Schuld daran seien Auftragsverzögerungen und der große Preisdruck in der Branche. Die im Kleinwerteindex SDax notierten Aktien brachen ein.

HB DÜSSELDORF. Balda erwarte nur noch einen Vorsteuergewinn von etwa 20 Mill. Euro statt der bisher erwarteten 46 bis 48 Mill. Euro, teilte der Zulieferer für die Hersteller von Mobilfunkgeräten am Dienstag in Bad Oeynhausen mit. 2005 hatte Balda noch einen Vorsteuergewinn von 49,7 Mill. Euro verbucht. Das Umsatzziel von 450 bis 460 (Vorjahr: 397) Mill. Euro werde wegen eines schwächeren Handygeschäftes in Asien und Amerika deutlich verfehlt.

Kunden hätten ihre Aufträge verschoben. In Europa habe sich zudem der Konkurrenzdruck verschärft. Obgleich die Stückzahlen stiegen, schrumpfe wegen der fallenden Preise der Umsatz. Balda plane daher in Europa weitere Kostensenkungen und prüfe zudem seine gesamte Strategie für Amerika.

2007 soll das Kerngeschäft mit Mobilfunkprodukten wieder wachsen. Balda bekräftigte seine Prognosen für die neue Beteiligung am Touchscreen-Geschäft in Taiwan. In dem Bereich würden unverändert Umsätze von 300 bis 350 Mill. Euro erwartet und ein Gewinn vor Steuern von 30 bis 35 Mill. Euro.

Die Aktien brachen im frühen Handel um fast 23 Prozent aud 5,01 Euro ein und notierten damit ein neues Jahrestief.

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