Aktie gab nach
Ixos landet in der Verlustzone

Die auf die Archivierung von Dokumenten spezialisierte Ixos Software AG ist wegen Zukäufen und Währungseffekten sowie der Kaufzurückhaltung der Firmen im Geschäftsjahr 2002/03 in die Verlustzone gerutscht. Für das laufende Geschäftsjahr sieht die im TecDax gelistete Gesellschaft aber wieder ein deutliches Umsatzwachstum und zumindest operativ schwarze Zahlen.

Reuters MÜNCHEN. „Ixos ist optimistisch für das neue Geschäftsjahr“, sagte Vorstandschef Robert Hoog am Dienstag in einer Telefonkonferenz. „Wir glauben, dass wir den Umsatz um zehn Prozent steigern werden. Und natürlich wird Ixos wieder ein positives operatives Ergebnis abliefern.“ Dieses werde etwa in der Größenordnung der - nicht von Zukäufen belasteten Vorjahre - liegen. Zum Ergebnis unter dem Strich äußerte sich Hoog hingegen nicht, schloss aber auch auf Nachfrage rote Zahlen nicht aus. Finanzchef Peter Rau rechnet 2003/04 mit deutlich geringeren Belastungen durch Wechselkurseffekte.

Für das am 30. September endende erste Quartal kündigte Hoog ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums an, das Ixos mit einem operativen Verlust von gut zwei Millionen Euro abgeschlossen hatte.

Die Ixos-Aktie gab nach Handelseröffnung um bis zu 5,8 Prozent nach, erholte sich dann aber etwas und notierte mit 4,62 Euro noch um 3,8 Prozent im Minus.

Im vierten Quartal bekam Ixos erneut die Konjunkturflaute und die Investitionszurückhaltung der Firmen zu spüren. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) verbuchte die Gesellschaft einen kleinen Gewinn von 0,9 (3,8) Millionen Euro. Der Umsatz sank leicht um 0,8 Prozent auf 35,2 Millionen Euro, wobei sich währungsbereinigt ein Anstieg um neun Prozent errechne. In Deutschland ergab sich ein Erlösrückgang um über ein Viertel und auch in Amerika verringerte sich der Umsatz zweistellig. Gerade hier habe dem Unternehmen der Höhenflug des Euro zu schaffen gemacht. Um jeweils rund ein Drittel zulegen konnte Ixos hingegen in Europa und in der Region Asien/Pazifik. HVB-Analyst Knut Woller erklärte in einer Kurzanalyse, Umsatz und Ebit hätten im Quartal unter den Erwartungen gelegen. Dennoch werde die Aktie weiter mit „Outperform“ eingestuft, da das Papier im Vergleich zu Konkurrenten relativ günstig sei.

Ixos-Management sieht sich rehabilitiert

Im Mai hatte Ixos für Aufsehen gesorgt, als das Unternehmen als erste Gesellschaft des neuen Marktsegments TecDax einen Betrugsfall veröffentlicht hatte. Ein Vertriebsmitarbeiter in Belgien hatte in relativ geringem Umfang Umsätze gefälscht. Im Juni teilte das Unternehmen dann mit, die Zulassungsstelle der Frankfurter Wertpapierbörse habe den Vorstand rehabilitiert und sehe keine Anhaltspunkte für ein leichtfertiges oder sanktionswürdiges Verhalten des Konzerns.

Im Gesamtjahr 2002/03 (zum 30. Juni) rutschte Ixos kräftig in die roten Zahlen. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen ein Minus von vier (Vorjahr plus 6,8) Mill. Euro, während vor Steuern und Zinsen ein magerer Gewinn von 0,1 (7,7) Mill. Euro blieb. Bereinigt um die Kosten von Zukäufen und Wechselkursbelastungen ergebe sich allerdings ein operativer Gewinn von 7,8 Mill. Euro. Den Jahresumsatz bezifferte Ixos auf 127,1 Mill. €- ein Plus von 4,2 Prozent.

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