Aktie gibt nach
Telekom-Tochter Matav schwingt Rotstift

Der ungarische Telekom-Konzern Matav will vor allem der Zahl der Mitarbeiter drastische Kürzungen vornehmen. Analysten sehen das Hauptproblem der Tocher der Deutschen Telekom aber an anderer Stelle als bei den Personalkosten.

HB BUDAPEST. Bis zum Jahr 2006 will Matav nach Angaben vom Montag mehr als ein Viertel seiner Stellen abbauen. Damit will das Unternehmen jährlich 19,5 Mrd. Forint (umgerechnet rund 79 Mill. €) einsparen, die einmaligen Sonderbelastungen sollen sich auf 22,7 Mrd. Forint belaufen.

Matav teilte am Montag in Budapest mit, 3750 Mitarbeiter würden das Unternehmen in mehreren Wellen zwischen dem Jahreseginn 2005 und dem Jahresanfang 2006 verlassen. 2600 Jobs würden in der Festnetzsparte wegfallen, in der Mobilfunksparte würden die Entlassungen bedeutend geringer ausfallen. Ziel sei es, bis zum Ende des Jahres 2006 die Zahl der pro Mitarbeiter betreuten Festnetz-Anschlüsse auf 500 von gegenwärtig 351 anzuheben.

An der Börse in Budapest verloren die Matav-Aktien im Branchentrend 1,25 % auf 790 Forint. Analysten sagten, Matav reagiere mit den Stellenstreichungen zwar auf die jüngsten Marktanteilsverluste. „Aber das Hauptproblem ist, dass Matav eine Wachstumsstory fehlt“, sagte Analyst Miklos Bonis von der Inter-Europa Bank. Das Festnetz-Geschäft werde bestenfalls in den kommenden Jahren stagnieren und von der angekündigten Expansion in den Balkan-Ländern sei bisher nicht viel zu sehen.

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