Aktie legt Kurssprung hin
Oracle legt sich mit SAP an

Der US-Softwarekonzern Oracle hat den Gewinn im ersten Geschäftsquartal stärker als erwartet gesteigert und nach eigenen Angaben dem deutschen Konkurrenten SAP Marktanteile abgejagt. Vorstandschef Larry Ellison sieht sich angesichts der Zahlen in seiner Strategie massiver Zukäufe in der Branche bestätigt – und redet die Walldorfer schlecht.

HB SAN FRANCISCO. Vor allem die Einnahmen aus dem Lizenzgeschäft verhalfen dem Unternehmen zu der starken Entwicklung. Nach eigenen Angaben gewann das Unternehmen dabei Marktanteile von Wettbewerbern, insbesondere von SAP. Oracle-Aktien sprangen nachbörslich um fast 13 Prozent nach oben auf 18,20 Dollar.

Oracle gab am Dienstag nach US-Börsenschluss einen Nettogewinn von 670 Mill. Dollar oder 13 Cent pro Aktie bekannt, ein Anstieg von 29 Prozent zum Vorjahr. Der Umsatz kletterte ebenfalls um fast 30 Prozent auf 3,59 Mrd. Dollar. Vor Sonderposten wies das in Redwood Shores in Kalifornien ansässige Unternehmen einen Gewinn je Aktie von 18 Cent aus. Analysten hatten hier im Schnitt mit 16 Cent gerechnet. Beim Umsatz lagen die Markterwartungen bei 3,47 Mrd. Dollar.

Für das laufende zweite Quartal prognostizierte Oracle einen Gewinn vor Sonderposten von 22 Cent je Aktie. Dies liegt im Rahmen der Markterwartungen.

Die Einnahmen aus dem Geschäft mit neuen Software-Lizenzen kletterten um 80 Prozent auf 228 Mill. Dollar, wie Oracle mitteilte. Die Software-Erlöse bezifferte das Unternehmen insgesamt auf 2,7 Mrd. Dollar. Das Wachstum im Lizenz-Geschäft sei so stark wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr gewesen. Oracle gewinne hier „rasch“ Marktanteile von SAP, erklärte Oracle-President Charles Phillips. Das Umsatzwachstum von mehr als 80 Prozent sei „mehr als das zehnfache des Umsatzplus mit Neulizenzen von SAP von 8 Prozent in deren zuletzt beendeten Quartal“, sagte Phillips.

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