Aktie legt zu
Freenet zeigt sich offen für Fusion oder Verkauf

Der Internetzugangs- und Mobilfunkanbieter Freenet zeigt sich offen für einen Verkauf oder einen Zusammenschluss mit einem Wettbewerber und lässt derzeit sämtliche Optionen prüfen.

dpa-afx HAMBURG. Die von einigen Großaktionären geforderte Zerschlagung der Gesellschaft hält das Unternehmen hingegen für unrealistisch. Die Freenet-Aktie fiel im frühen Handel mit einer unterdurchschnittlichen Kursentwicklung auf, konnte den Rückstand aber wieder egalisieren. Gegen Mittag notierte das Papier 1,06 Prozent fester bei 24,71 Euro. Der Technologiewerteindex TecDax gewann bis dahin 1,13 Prozent.

Wie ein Unternehmenssprecher am Dienstag mitteilte, hält sich Freenet alle strategischen Möglichkeiten offen. Ein Verkauf der Gesellschaft sei nicht auszuschließen, die Fusion mit einem Konkurrenten jedoch wahrscheinlicher. Er verwies darauf, dass der Markt konsolidierungsbedürftig sei und daher ein Zusammengehen sinnvoll sein könnte. Mit der Investmentbank Morgan Stanley werde derzeit eine intensive Prüfung strategischer Optionen vorgenommen, Gespräche gebe es aber noch nicht.

Eine Aufspaltung des Unternehmens halte der Vorstand nach wie vor nicht für sinnvoll, bekräftigte der Sprecher. Begründet wird diese Ablehnung mit "der sehr guten Positionierung im Wachstumsmarkt des mobilen Internets und der bereits sichtbaren Integrationserfolge". Der Zusammenschluss von Freenet.de und seinem Mutterkonzern mobilcom zur Freenet AG war erst vor rund drei Monaten vollzogen worden.

Zuvor hatten einige Großaktionäre wie der Hegde-Fonds-Manager Florian Homm, die britische Fondsgesellschaft Hermes und Mobilfunkdienstleister Drillisch eine Zerschlagung von Freenet gefordert. Unter anderem wurde ein Verkauf des attraktiven Internet-Geschäfts angeregt. Zusammen halten Drillisch, Hermes und Homm gut 16 Prozent an den Hamburgern.

Einige Analysten halten eine mögliche Zerschlagung von Freenet allerdings durchaus für denkbar. Aus ihrer Sicht wäre der Wert der einzelnen Unternehmensteile höher als die aktuelle Marktkapitalisierung. Zu Branchenspekulationen über United Internet , Arcor, Telecom Italia (Hansenet) oder die spanische Telefonica als mögliche Interessenten meinte ein Experte, dass Freenet als Reseller besser zu United Internet passen würde als zu einer Netzgesellschaft. Bei Netzgesellschaften ergebe sich immer die Problematik der Konvertierung der Kunden.

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