Aktie reagiert volatil auf Nachrichten
Infineon kündigt umfassenden Stellenabbau an

Infineon-Chef Peter Bauer hat im Zuge des geplanten Abbaus von 3 000 Stellen Kündigungen nicht ausgeschlossen. Der Stellenabbau soll alle Standorte, Funktionen und Hierarchieebenen betreffen. Analysten äußerten sich unterschiedlich zu den vorgelegten Zahlen und Restrukturierungsplänen.

HB MÜNCHEN. Der Abbau von rund 10 Prozent der Infineon-Stellen soll helfen, die zuletzt enttäuschenden Margen zu verbessern. Im abgelaufenen dritten Quartal zeigte sich das Geschäft des Halbleiterkonzerns zwar operativ besser als von Analysten erwartet, allerdings sorgte die Speicherchiptochter Qimonda erneut für einen hohen Konzernverlust.

Die Infineon-Aktie reagierte am Freitag volatil auf die Nachrichten des Unternehmens. Nach einem schwachen Start in den Handel und Kursverlusten von bis zu 4% drehte der Infineon-Kurs im weiteren Verlauf deutlich ins Plus. Am Mittag notiert die Aktie in einem sehr schwachen Gesamtmarkt 3,8 Prozent im Plus bei 5,02 Euro.

Analysten äußerten sich unterschiedlich zu den vorgelegten Zahlen und Restrukturierungsplänen. Die Analysten der UniCredit sprachen von einer guten Phase für das Unternehmen und stellten den beruhigenden Ausblick sowie das ausgedehnte Restrukturierungsprogramm heraus.

Der Halbleiterkonzern habe eine über den Erwartungen ausgefallene operative Entwicklung verzeichnet und eine positive Zielsetzung für die Sparten AIM und Com vorgelegt. Die Experten halten Infineon für attraktiv bewertet. Sie raten daher unverändert zum Kauf der Aktie und haben ein Kursziel von 10 Euro auf der Aktie.

Auch Analysten der Commerzbank Corporates & Markets (CBCM) sagten, Infineon habe im dritten Geschäftsquartal etwas besser abgeschnitten als erwartet. Der Ausblick auf das vierte Quartal habe aber offenbar die Erwartungen geringfügig verfehlt. Positiv dürfte am Aktienmarkt der geplante Abbau von 10% des Personals aufgenommen werden. CMBC hat Infineon auf „Hold“ eingestuft und sieht das Kursziel bei 5,20 Euro.

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