Aktie soll siebenfach überzeichnet sein
Hohe Nachfrage nach Premiere-Aktien

Die Aktie des Bezahlsenders Premiere soll um ein vielfaches überzeichnet sein. Senderchef Kofler will Privatanleger bei der Zuteilung bevorzugen.

HB BERLIN. Kurz vor dem Ende der Zeichnungsfrist soll die Premiere-Aktie siebenfach überzeichnet sein. Das berichtet die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» (FAS) am Sonnabend unter Berufung auf Branchenkreise vorab. Die Zeichnungsfrist soll voraussichtlich am kommenden Dienstag enden. Die Erstnotiz am Frankfurter Markt ist für Mittwoch geplant.

Der Chef des Münchener Bezahlfernsehsenders, Georg Kofler, bekräftigte gegenüber der «FAS», Privatanleger bei der Aktienzuteilung bevorzugt behandeln zu wollen: «Die Premiere AG ist daran interessiert, zahlreiche Privatanleger unter ihren Aktionären zu haben», sagte Kofler. «Wir wollen eine liquide Aktie, und das ist mehr als ein Lippenbekenntnis.»

Trotz der geplanten kostenpflichtigen Angebote sowohl der RTL-Gruppe als auch der Münchener ProSiebenSat.1-Senderfamilie sieht Kofler auch langfristig kaum Konkurrenz zu seinem Sender: «In jedem Land gibt es nur einen Platz für einen großen Premium-Pay-TV-Anbieter.» Der Fernsehsender Super RTL plant noch für dieses Jahr einen digitalen, werbefreien Pay-TV-Ableger für Kinder. Auch die Münchener Gruppe plant digitale kostenpflichtige Angebote.

Spekulationen über einen Einstig in das Free-TV-Geschäft wies Kofler indes nicht zurück. Zumindest kurzfristig sei das aber nicht geplant. «Das ist kein kurzfristiges Thema, sondern eine langfristige Möglichkeit».

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