Aktie steigt nachbörslich
Microsoft übertrifft Erwartungen

Software-Riese Microsoft hat die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Analysten im ersten Quartal übertroffen. Die Aussicht des Unternehmens enttäuschte jedoch. Die Aktie legte dennoch nachbörslich zu.

HB SEATTLE. Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal gesteigert. Zudem senkte der Konzern aufgrund der schwächelnden Konjunktur zwar seine Prognosen für das Gesamtjahr, aber nicht so deutlich wie von vielen Experten erwartet. Die Nachfrage nach Produkten von Microsoft habe sich zum Quartals-Ende abgeschwächt, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Neue Versionen von Server- und Datenbank-Software hätten den Umsatz aber in die Höhe getrieben.

Die Microsoft-Aktie reagierte zunächst mit nachbörslichen Kurszuwächsen auf die Nachrichten, gab die Gewinne später jedoch wieder ab. Im Tagesverlauf hatte sie zuvor 3,7 Prozent auf 22,32 Dollar gewonnen.

Der Reingewinn im ersten Quartal (per Ende September) stieg den Angaben zufolge um zwei Prozent auf 4,37 Mrd. Dollar oder 48 Cent pro Aktie. Der Umsatz legte um neun Prozent auf 15,06 Mrd. Dollar zu. Analysten hatten im Durchschnitt einen Gewinn von 47 Cent je Aktie bei 14,8 Mrd. Dollar Umsatz erwartet.

Im September habe es eine Abschwächung der Nachfrage gegeben, was sich im Oktober fortgesetzt habe, erklärte der Konzern. Die Schwäche werde wohl bis zum Ende des Geschäftsjahres per Ende Juni 2009 anhalten. Für das Gesamtjahr schraubte der Microsoft seine Schätzungen herunter. Der Konzern rechnet nun noch mit einem Gewinn je Aktie von 2,00 bis 2,10 Dollar bei einem Umsatz von 64,9 bis 66,4 Mrd. Dollar. Zuvor war das Unternehmen von einen Ergebnis je Aktie von 2,12 bis 2,18 Dollar und Umsätzen von 67,3 bis 68,1 Mrd. Dollar ausgegangen. "Wir gehen nun etwas konservativer vor", sagte Finanzchef Chris Liddell. "Das ist auch angebracht angesichts der Nachrichten, die wir aus den Märkten bekommen."

Führende Manager des Konzerns hatten in den vergangenen Wochen wiederholt erklärt, Microsoft sei gegen sinkende Ausgaben bei Verbrauchern und Unternehmen nicht immun. Sie hatten aber bekräftigt, die breite Aufstellung von Microsoft ermögliche es, dem Abschwung in der Branche besser zu meistern als die Rivalen.

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