Aktie stürzt ab
Balda dementiert Kündigung von Krediten

Der Handyausrüster Balda hat nach einem Kurssturz Marktgerüchte über eine angebliche Kündigung von Bankenkrediten dementiert. "Die Finanzierung ist gesichert", sagte Finanzvorstand Dirk Eichelberger, nachdem die Aktie eingebrochen war.

HB DÜSSELDORF. Es sei völlig aus der Luft gegriffen, dass die Banken Kredite fällig gestellt hätten: "Das stimmt nicht." Der Aktienkurs war zuvor um über zehn Prozent auf ein Rekordtief von 1,72 Euro eingebrochen, verringerte nach dem Dementi aber seinen Verluste. Händlern zufolge machten Gerüchte die Runde, dass die Banken den Hahn zudrehen.

Nachdem der fehlgeschlagene Verkauf der europäischen Handyschalenproduktion das Unternehmen in eine Krise stürzte, hatten die Banken unter Federführung der LBBW sich zum Stillhalten bereiterklärt. Eine Bedingung dafür ist aber, dass sich Balda neue Geldgeber sucht, möglichst in Asien, wo das Kerngeschäft liegt, wie Eichelberger jüngst sagte. Neben Banken soll möglicherweise auch die Tochter in Singapur zur Kasse gebeten werden. Es geht nach Angaben des Vorstandes um Schulden von rund 90 Mill. Euro. Balda will die verlustreiche Handyschalenproduktion in Europa notfalls dichtmachen, wenn sie sich nicht bald verkaufen lässt.

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