Aktie stürzt ab: Software AG stagniert und schockt die Anleger

Aktie stürzt ab
Software AG stagniert und schockt die Anleger

Die Software AG hat die Jahresziele verfehlt. Statt einem angestrebten Gewinnstieg von zehn bis 15 Prozent stagnieren die Zahlen aufgrund des schwachen US-Geschäfts auf Vorjahresniveau. Die Aktie brach um 26 Prozent ein.
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FrankfurtDie Software AG hat nach einem schwachen US-Geschäft zum Jahresende ihre Umsatz- und Gewinnziele verfehlt. Die Anleger reagierten geschockt, die Aktie verlor zeitweise ein Viertel an Wert. Der Gesamtumsatz liege 2011 mit knapp 1,1 Milliarden Euro währungsbereinigt nur auf Vorjahresniveau, teilte der zweitgrößte deutsche Software-Konzern am Dienstag mit. Ende Oktober hatte der Vorstand noch einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von zwei bis fünf Prozent in Aussicht gestellt.

Der Gewinn nach Steuern sollte eigentlich um zehn bis 15 Prozent zulegen, nun wird er wohl nur den Vorjahreswert von 175,6 Millionen Euro ereichen. Sowohl im traditionellen Kerngeschäft mit Software zum Datenmanagement (ETS), in dem die Firma unter anderem mit dem weltgrößten IT-Dienstleister IBM konkurriert, als auch im Bereich Produkte zur Optimierung von Geschäftsprozessen (BPE) lief das Geschäft deutlich schwächer als zuletzt erwartet.

Anleger reagierten enttäuscht auf die überraschend veröffentlichten Zahlen. Die im Technologieindex TecDax notierte Software-Aktie brach in der Spitze um bis zu 26 Prozent auf 22,46 Euro ein und verbuchte damit den drittgrößten Kurssturz der Unternehmensgeschichte. Im Sog der Software AG verloren auch die Papiere des Weltmarkführers für Unternehmens-Software, SAP.

Die Anteilsscheine waren mit einem Minus von mehr als zwei Prozent einer der wenigen Verlierer im deutschen Leitindex Dax. SAP will am 25. Januar vorläufige Ergebnisse für das vergangene Geschäftsjahr veröffentlichen. Der wesentlich größere Konkurrent aus Walldorf traut sich früheren Angaben zufolge für 2011 erneut einen Verkaufsrekord zu.

Bereits im zweiten Quartal 2011 hatte die Software AG die Anleger mit unerwartet schwachen Zahlen verschreckt. Damals war vor allem der Lizenzvertrieb in Europa deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nun ist das US-Geschäft das neue Sorgenkind des Vorstandes. Das vierte Quartal ist gewöhnlich in der Software-Industrie das umsatz- und gewinnträchtigste.

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