Aktie verliert mehr als sechs Prozent
Ericsson liefert enttäuschenden Ausblick

Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson hat im dritten Quartal auf Grund von Kostensenkungen und gestiegener Nachfrage seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr mehr als versechsfacht. An der Börse gaben die Aktien jedoch deutlich nach, da Ericsson mit einer Abschwächung des Wachstums im kommenden Jahr rechnet.

HB STOCKHOLM. Der weltweit größte Hersteller von Mobilfunk-Netzwerken Ericsson hat am Freitag ein rückläufiges Marktwachstum für 2005 in Aussicht gestellt und damit trotz eines Gewinnsprungs im dritten Quartal Kursverluste der eigenen Aktien ausgelöst. Analysten zufolge kam zu den Sorgen über den Ausblick auch eine niedriger als erwartete Nachfrage im Quartal.

„Die Neuaufträge waren schwach und der Ausblick für 2005 war auch nicht so gut, weil Analysten weiterhin von einem starken Wachstum ausgegangen sind“, sagte Fondsmanager Claes Folkmar von Folksam. Die Aktien von Ericsson notierten am frühen Nachmittag in Stockholm mit einem Minus von 6,2 Prozent bei 21,10 schwedischen Kronen. Zeitweise fielen sie bis auf 20,20 Kronen. Der Auftragsbestand stieg zwar um drei Prozent zum Vorjahr, sank aber um 13 Prozent zum Vorquartal auf 29 Milliarden Kronen.

Darin machte sich eine schwächere Nachfrage aus China und von führenden Mobilfunkanbietern in den USA bemerkbar. Anleger hatten erwartet, dass die Aufträge mit den Umsätzen Schritt halten würden. Der Umsatz kletterte von Juli bis September zum Vorjahr um 14 Prozent und lag mit 31,8 Milliarden Kronen zwei Prozent unter dem Vorquartal. Analysten hatten im Schnitt mit 31,9 Milliarden Kronen gerechnet. Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg sah in der Auftragsentwicklung keinen Grund zur Beunruhigung. „Interpretieren Sie nicht zu viel hinein. Die Auftragslage schwankt von Quartal zu Quartal“, sagte er.

Ansonsten erfüllte der schwedische Konzern weitgehend die Erwartungen der Analysten. Für das abgelaufene Quartal wies Ericsson einen Vorsteuergewinn von 7,0 Milliarden schwedischen Kronen (772 Millionen Euro) aus. Der Gewinn war damit mehr als sechs Mal so hoch wie im Vorjahr. Die Analysten hatten im Durchschnitt mit 6,9 Milliarden Kronen gerechnet. Ericsson war wie andere Telekom-Ausrüster in den vergangenen Jahren wegen eines Nachfrageeinbruchs tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte tausende Stelle gestrichen.

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