Aktien eingebrochen
Agfa-Gevaert enttäuscht trotz Gewinnplus

Im dritten Quartal des laufenden Jahres hat der belgische Konzern Agfa-Gevaert seinen Betriebsgewinn deutlich gesteigert. Die Markterwartungen verfehlte der Grafik-Spezialist aber trotzdem.

HB BRÜSSEL. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) und Restrukturierungskosten kletterte um fast ein Fünftel auf 45 Mill. Euro, wie Agfa am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg um ein Prozent auf 805 Mill. Euro. Befragte Analysten hatten im Schnitt mit 59,2 Mill. Euro Betriebsgewinn gerechnet, beim Umsatz mit 827 Mill. Euro. Agfa-Aktien brachen um mehr als sieben Prozent ein auf 19,85 Euro.

Agfa hatte im August mitgeteilt, trotz eines Gewinnsprungs fast 2000 seiner 14 000 Stellen zu streichen. Im Juni hatte das Unternehmen erklärt, bis 2008 jährlich 250 Mill. Euro einsparen zu wollen. Damals spaltete sich der Konzern in drei unabhängige Firmen auf: Gesundheit, Grafik und Materialien.

Agfa wandelt sich schon seit dem Börsengang vor sieben Jahren, um seine Produkte von der analogen auf die digitale Technologie umzustellen. Der größte Schnitt erfolgte 2004 mit dem Verkauf der Fotofilmsparte, die besonders unter dem starken Wettbewerb der Digitalfotografie litt. Die Agfa-Photo GmbH mit Sitz in Leverkusen hat mittlerweise Insolvenz angemeldet. In seinen traditionellen Geschäftsbereichen konkurriert Agfa etwa mit Kodak und Fuji, im Bereich Gesundheit mit Siemens, Philips und General Electric.

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