Aktienkurs macht kräftigen Satz nach oben
Software AG mit Gewinnsprung

Das Darmstädter Software-Unternehmen Software AG hat die Märkte mit ganz starken Zahlen für das erste Quartal 2004 überrascht. Dank Kostensenkungen, aber auch in Folge einer neuen Bilanzierung nach IFRS-Standard wurde der operative Gewinn nahezu verdoppelt - und das bei weiter gesunkenen Umsätzen.

HB BERLIN. Die Börse reagierte auf die vorgezogene Veröffentlichung der wichtigsten Geschäftszahlen am Donnerstag mit einem kräftigen Kursaufschlag. Die im Technologiewerteindex TecDax notierten Papiere der Software AG wurden bei behauptetem Markt mit einem Plus von 3,5 % bei 21,26 € gehandelt. Analysten sagten, das mit deutlichem Abstand hinter SAP zweitgrößte deutsche Softwarehaus habe die Gewinnerwartungen deutlich übertroffen. „Mit so starken Zahlen haben wohl die Wenigsten gerechnet“, sagte Thorsten Schellscheidt, Analyst bei der WestLB.

Bei der um gut eine Woche vorgezogenen Veröffentlichung der Quartalszahlen hatte das Darmstädter Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss über einen Anstieg des operativen Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (Ebit) auf rund 15 Mill. € von acht Mill. € berichtet. Der von einer seit drei Jahren anhaltenden Nachfrageschwäche getroffene Konzern profitierte von Kosteneinsparungen durch die Fokussierung auf zwei Produktlinien und durch Stellenabbau. Zudem wirkt sich die Umstellung der Rechnungslegung auf den Standard IFRS von den deutschen Bilanzvorschriften nach HGB positiv aus, da weniger Abschreibungen anfallen.

„Das Ebit liegt deutlich über dem Marktkonsens von elf Mill. € und unseren Schätzungen von zehn Mill. €“, schrieb Raimo Lenschow, Analyst bei Merrill Lynch, in einer Kurzstudie. Die an der Software AG beteiligte WestLB erhöhte wegen des unerwartet hohen Quartalsgewinns ihr Kursziel für die Aktien auf 25 € von zuvor 22 € und stufte die Bewertung auf „Buy“ von „Outperform“ hoch.

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