Aktienrückkauf
Anleger erteilen Microsoft Abfuhr

Der Softwareriese Microsoft hat mit seinem Aktienrückkaufprogramm eine Schlappe erlitten. Viele Anteilseigner gaben sich mit dem von Microsoft abgebenen Angebot nicht zufrieden. Jetzt will der Konzern den Preis pro Aktie erhöhen – doch das könnte Microsoft teuer zu stehen kommen.

tor / Bloomberg NEW YORK. Anleger dienten dem Unternehmen nur Aktien im Wert von 3,8 Mrd. Dollar an. Microsoft hatte seinen Aktionären bis zu 24,75 Dollar je Stück angeboten und wollte so 20 Mrd. Dollar an die Anteilseigner zurückgeben. Denen war der Preis jedoch nicht hoch genug, notiert die Aktie aktuell doch mit gut 25 Dollar an der Börse. Der Konzern hat jetzt sein länger laufendes Rückkaufprogramm am freien Markt um 16 auf 36 Mrd. Dollar erhöht. Das könnte erheblich teurer werden als geplant und den Gewinn im laufenden Jahr drücken.

„Das ist eine Enttäuschung“, sagte Brendan Barnicle, Analyst bei der Investmentgesellschaft Pacific Crest. Er rechnet jetzt damit, dass der Gewinn des Unternehmens in diesem Jahr um einen Cent und im kommenden Jahr um drei Cent je Aktie niedriger ausfallen wird. Microsoft hatte die Gewinnprognose für 2006/07 unter den Vorbehalt gestellt, dass die Aktienrückkäufe vollständig zum offerierten Preis angenommen würden.

„Das Angebot war der Versuch, von dem Kursrückgang zu profitieren und die Aktien zu einem Discount-Preis zurückzunehmen“, sagte Alan Davis, Analyst der Investmentgesellschaft D.A. Davidson & Co. Die Rechnung ist nicht aufgegangen. Vorstandschef Steve Ballmer will mit den Rückkäufen den Kursrückgang an der Börse aufhalten. Zu diesem Zweck hatte Microsoft bereits bis Juni eigene Anteile im Wert von 30 Mrd. Dollar zurückerworben - doppelt so schnell wie ursprünglich geplant.

Durch Aktienrückkäufe verringert sich die Zahl der außen stehenden Papiere. Der Gewinn verteilt sich auf weniger Aktien, was den Kurs in der Regel nach oben bringt. Die Kursverluste der letzten Jahre konnte das weltgrößte Softwareunternehmens damit nicht wettmachen. Die Aktie hat in den vergangenen zwei Jahren rund zehn Prozent an Wert verloren.

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