Alibaba-Beteiligung
Yahoo-Pläne für steuerfreie Auslagerung wanken

Seine verbliebenen Alibaba-Aktien will Yahoo in eine neuen Firma auslagern - und Anleger daran steuerfrei beteiligen. Doch dabei schießt nun die US-Steuerbehörde quer – und Yahoo-Anleger machen Druck.

SunnyvaleSteuerfreier Geldregen in Gefahr: Yahoo-Aktionäre müssen weiter auf den Milliarden-Erlös warten, den die Abspaltung des Anteils des Internetkonzerns an der chinesischen Online-Handelsplattform Alibaba ihnen bringen soll. Der Konzern teilte am Dienstag nach US-Börsenschluss mit, die US-Steuerbehörde IRS habe es jüngst abgelehnt, dem Vorhaben Steuerfreiheit zu attestieren.

Allerdings gebe es auch noch keine gegenteilige Entscheidung. Vielmehr sei die IRS noch in der Findungsphase. Yahoo-Aktien verloren in Folge der Mitteilung nachbörslich zeitweise knapp 16 Prozent, später schmolz das Minus auf nur noch etwa drei Prozent ab.

Mit der Meldung steigen die Zweifel an dem im Januar von Yahoo-Chefin Marissa Mayer angekündigten Vorhaben, die 15-prozentige und zuletzt noch gut 23 Milliarden Dollar wertvolle Alibaba-Beteiligung durch die Ausgliederung in eine neue Gesellschaft steuerfrei zugunsten von Investoren zu Geld zu machen. Die Yahoo-Aktie fiel nachbörslich um mehr als drei Prozent. Yahoo betonte, die Abspaltung weiter vorantreiben zu wollen.

USA stellen Regeln zur Steuerfreiheit auf den Prüfstand

Der Plan von Yahoo sieht eigentlich vor, die 384 Millionen Alibaba-Aktien in eine neue börsennotierte Firma mit dem Namen Aabaco auszulagern. Anschließend sollen Yahoo-Aktionäre gemäß der Höhe ihrer Anteile daran beteiligt werden. Damit die Operation steuerfrei gelingt, soll auch die Tochter Yahoo Small Business Teil der neuen Gesellschaft werden. Denn als Voraussetzung galt bislang, dass Aabaco als operativ aktives Unternehmen eingestuft wird.

Mittlerweile gilt es jedoch als unsicher, ob die USA solche Manöver in Zukunft weiter akzeptieren werden. Wenn nicht, könnte die Abspaltung des Alibaba-Anteils für die Aktionäre teuer werden. Im Mai hatte die Steuerbehörde bereits angekündigt, ihre Regeln auf den Prüfstand zu stellen. Die aktuellen US-Gesetze sehen bei einer Ausgliederung Steuerfreiheit vor, wenn der Bereich ein aktives Geschäft hat.

Yahoo-Chefin Mayer steht unter hohem Druck. Die Geschäfte des Internet-Pioniers laufen schleppend - im letzten Quartal rutschte der Konzern in die roten Zahlen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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