Allianz richtet sich gegen Microsoft
Softwareanbieter Oracle verbündet sich mit Dell

Der amerikanische Software-Konzern Oracle erhöht den Druck auf Microsoft im umkämpften Markt für Unternehmensanwendungen. Ab sofort sei die Firmen-Datenbank Oracle Standard Edition vorinstalliert auf Servern des texanischen Computerbauers Dell erhältlich, teilten die beiden Firmen am Dienstag mit. Die Käufer der Server sparen sich damit die normal fälligen Lizenzgebühren für die Software.

MÜNCHEN. Das neue Angebot richtet sich vor allem an Mittelständler. Dieser Markt ist in der IT-Industrie seit Monaten heftig umkämpft, weil dort das größte Wachstum ist. Jüngst hat Oracle die Preise für seine Software kräftig gesenkt. Ziel des amerikanischen Datenbank-Spezialisten sei es, aggressiv Marktanteile zu gewinnen, sagte Oracle-Chef Larry Ellision. Dell wiederum wolle mit dem Bündnis vor allem sein Geschäft mit Servern für Datenbanken ankurbeln, betonte Firmenchef Michael Dell.

Oracle geht es vor allem darum, Microsoft aus seinem angestammten Geschäftsfeld heraus zu halten. Microsoft, der weltgrößte Softwarekonzern, drängt seit einiger Zeit immer stärker in das Geschäft mit Unternehmenssoftware und macht darin auch Firmen wie SAP Konkurrenz.

Dell und Oracle arbeiten bereits seit längerem zusammen. Die Firmen gehen aber davon aus, dass die jetzt vereinbarte Kooperation einen neuen Schub bringt. Als größter PC-Hersteller der Welt hat Dell allerdings auch enge Verbindungen zu Microsoft.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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