Alphabet steigert Umsatz und Gewinn
Warum Google jetzt in Hardware macht

Wie erwartet hat Alphabet glänzende Quartalszahlen vorgelegt. Google-Chef Sundar Pichai nutzte die Gelegenheit, um über seine neuen Pläne zu sprechen. Der Suchmaschinenriese stößt immer mehr in die analoge Welt vor.
  • 1

San FranciscoEigentlich war alles wie immer, als sich Google-Chef Sundar Pichai an diesem Nachmittag vor das Mikrophon setzte. Erneut konnte der gesamte Alphabet-Konzern dank seines Bereiches wachsende Umsätze und Gewinne vermelden. Auch im abgelaufenen Quartal lief das Kerngeschäft mit der Suchmaschine stark. Die „Other Bets“, Alphabets teure Zukunftsprojekte, fuhren erwartungsgemäß Verluste ein.

Und doch war alles anders, stehen die Ergebnisse aus Mountain View doch im Licht eines Strategiewechsels. Der Konzern baut jetzt vermehrt Produkte für die analoge Welt. „Wir wollen Hardware und Software besser integrieren”, erklärt der Google-Chef. Das sei eine „wichtige Aufgabe” für die Zukunft. „Wir fühlen uns gut aufgestellt für die nächste Computer-Ära, in der die Menschen Technologie viel unmittelbarer und intuitiver erleben werden.”

Mit Googles Smartphone Pixel und dem Lautsprecher Home, beide inklusive des digitalen Assistenten Allo, bekäme die Welt „einen ersten Einblick in diese Zukunft“, so der 44-Jährige. Anfang Oktober hatte er das neue Geräte-Portfolio vorgestellt. Gestern wurde zudem bekannt, dass Alphabet sein Auto-Team aus dem Labor holt und zu einer eigenständigen Firma innerhalb des Imperiums macht, um endlich Geld zu verdienen.

Alphabet kann sich die hochtrabenden Zukunftspläne nur leisten, weil es in seinem Traditionsgeschäft nach wie vor sehr viel Geld verdient. Allein im abgelaufenen Quartal stiegen die Netto-Einnahmen um 27 Prozent auf 5,06 Milliarden Dollar oder 7,25 Dollar pro Aktie, von 3,98 Milliarden Dollar oder 5,73 Dollar pro Aktie im gleichen Vorjahr. Der Umsatz wuchs um 20 Prozent auf 22,45 Milliarden Dollar. Ein ebenso ambitioniertes Experiment an der Schnittstelle von Hardware und Software.

Befeuert wurde der Anstieg durch Klicks auf Google-Werbung, deren Anzahl um 33 Prozent stieg, der Umsatz um 39 Prozent. Mobile Anzeigen und Einnahmen aus Youtube trugen besonders stark zum Wachstum bei. Verluste hingegen macht die Google-Mutter mit den teuren Zukunftsprojekten, bekannt unter „Other Bets“.

Seite 1:

Warum Google jetzt in Hardware macht

Seite 2:

Facebook holt im Werbegeschäft auf

Kommentare zu " Alphabet steigert Umsatz und Gewinn: Warum Google jetzt in Hardware macht "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Prima, Google, verbrennt Euch nur die Finger beim Vertrieb von kurzlebiger EDV-Hardware und werdet doch einfach zum unrentablen "Gemischwarenladen" ...

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%