AMD-Produktion
Dresden hofft auf den neuen Umsatzbringer

Mit jeder neuen Produktvorstellung von AMD steigt auch die Stimmung an der Elbe. Den dort hat der Chiphersteller zwei Werke, die von Stellenstreichungen bedroht sind, sogar von einer kompletten Schließung war die Rede. Da kommt der neue "Puma"-Chip gerade recht.

MÜNCHEN. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Denn mit jeder neuen Produktvorstellung von AMD bekommt auch der Standort Dresden eine weitere Chance. In der sächsische Landeshauptstadt betreibt der US-Konzern seine einzigen Werke. Die Formel ist deshalb einfach: Geht es AMD gut, dann geht es auch den Fabriken an der Elbe gut.

Zuletzt waren die Nachrichten für die 3 000 Mitarbeiter in den zwei Werken alles andere als positiv. Der schwer angeschlagene amerikanische Halbleiterhersteller AMD kündigte vor anderthalb Monaten an, auch in Dresden Stellen zu streichen. Allerdings, so hieß es damals, sollen keine Mitarbeiter entlassen werden. Dies gelte immer noch, sagte gestern ein Sprecher.

Nach Angaben von Hans Deppe, dem Geschäftsführer von AMD Dresden, werden die zwei deutschen Fabriken wie alle Standorte weltweit zum Kostensparprogramm beitragen. Der Manager kündigte damals an, zeitlich befristete Arbeitsverträge auslaufen zu lassen. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht geplant. Wie viele Mitarbeiter betroffen sind, teilte AMD nicht mit. Der Konzern hatte schon zu Jahresbeginn mitgeteilt, dass wegen der schwachen Nachfrage jede zehnte von weltweit 17 000 Stellen wegfällt.

Bereits seit Monaten machen in der Chipbranche Gerüchte die Runde, AMD könnte sich ganz von seinen Fabriken trennen und sämtliche Chips künftig bei Auftragsfertigern kaufen. Solche Pläne hat AMD aber dementiert. Schon heute kaufen die Amerikaner Chips in Asien, wenn die Kapazitäten in Dresden nicht reichen. Größter Partner ist Chartered Semiconductor in Singapur.

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