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AMD stellt neuen schnellen Chip vor

Der 64-Bit-Prozessor für Personalcomputer verarbeitet auch alte Programme.

ruk MÜNCHEN. Der Halbleiterhersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat in San Francisco den ersten Mikroprozessor vorgestellt, der die hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit von 64 Bit auch für Arbeitsplatzrechner (Desktops) bietet. Schnelle Athlon-Chips mit 64-Bit für Server hatte der kalifornische Herausforderer des Marktführers Intel bereits im April dieses Jahres vorgestellt.

AMD wirbt schon seit dem Frühjahr seine 64-Bit-Prozessoren mit dem Argument, dass sie beide Verarbeitungsgeschwindigkeiten, herkömmliche 32 Bit und 64 Bit, nutzen können. Dies könnten die Prozessoren von Intel nicht. AMD bietet die in Dresden gefertigten Athlon-Prozessoren nach der Devise an: Kaufe schon heute einen 64-Bit-PC zum Preis einer 32-Bit-Maschine und nutze die neuen 64-Bit-Programme, wenn sie auf den Markt kommen.

Doch AMD-Chef Hector Ruiz musst konnte in San Francisco einen Wermutstropfen hinnehmen. Im Gegensatz zu früheren Chipeinführungen wollte diesmal keiner der großen PC-Hersteller mit auf der Bühne stehen. Vor allem die Abwesenheit von Hewlett-Packard (HP) fiel auf. Ruiz machte dafür seinen Erzrivalen Intel verantwortlich. Dieser habe durch geschickte Verträge viele Hersteller finanziell an sich gebunden. Eine Sprecherin von HP wies dies entschieden zurück.

Mehr Erfolg hat AMD mit Microsoft. Der Softwaregigant hat vor wenigen Tag eine erste Testversion seines Betriebssystems Windows XP an Entwickler geschickt, das mit 64-Bit arbeiten wird. Es soll in der ersten Hälfte 2004 auf den Markt kommen. Dann können Anwender verschiedener Programme sowohl neue, schnelle Grafikprogramme als auch ihre Bürosoftware Office weiter nutzen.

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