America Movil
Telekom-Riese will in Europa angreifen

Das heimische Geschäft von America Movil ächzt unter strenger Regulierung. Darum setzt der mexikanische Mobilfunkkonzern verstärkt auf Europa. In wenigen Jahre will das Unternehmen seinen Umsatzanteil verdoppeln.
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Mexiko-StadtDas mexikanische Mobilfunkunternehmen America Movil will den Anteil seines in Europa erwirtschafteten Umsatzes in den nächsten Jahren verdoppeln. Vor allem in Osteuropa, wo der vom Milliardär Carlos Slim kontrollierte Konzern über seine Tochter Telekom Austria aktiv ist, gebe es Wachstumsmöglichkeiten, sagte Finanzvorstand Carlos Garcia Moreno der Nachrichtenagentur Reuters. Derzeit macht der Konzern weniger als sieben Prozent seines Umsatzes in Europa. Bis 2020 könne dieser Anteil auf 15 Prozent zulegen.

Im Hauptmarkt Mexiko sieht sich die Firma mit strengeren Regulierungsbestimmungen konfrontiert. In Brasilien bremst die schwache Wirtschaftslage das Geschäft, und außerdem zeichnet sich ein stärkerer Konkurrenzkampf mit dem Rivalen AT&T ab.

In Osteuropa wolle America Movil vor allem in das Festnetz investieren, das in dem Mobilfunk-Boom der vergangenen Jahre vernachlässigt worden sei. Damit könne der Konzern seinen Erfolg von Lateinamerika wiederholen, zeigte sich der Finanzchef optimistisch. "In diesem Prozess könnte es auch Akquisitionen geben." Welche Firmen America Movil für Zukäufe im Auge hat, sagte Garcia Moreno allerdings nicht. Chancen dafür seien rar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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