Amtsgericht hebt Insolvenz auf
Kreditverlängerung sichert Senator-Zukunft

Die Berliner Filmfirma Senator Entertainment ist nach eineinhalb Jahren aus der Insolvenz entlassen worden und sieht wieder festen Boden unter den Füßen.

HB FRANKFURT. Das Amtsgericht habe die Insolvenz aufgehoben, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Ein Kredit der Deutschen Bank sei verlängert und die mittelfristige Finanzierung damit gesichert worden. Die restlichen 5,5 Millionen Euro seien über vier Jahre zu tilgen. Zudem habe die Deutsche Bank auf einen im Zuge der Insolvenz gewährten Besserungsschein über zehn Millionen Euro verzichtet, der ihr Anspruch auf künftige Gewinn von Senator gewährt hätte.

Die Deutsche Bank hatte mit einem Konsortium vorübergehend 80 Prozent an Senator übernommen und mit der Übernahme von Kreditforderungen die Sanierung ermöglicht, die Mehrheit aber im Oktober 2005 an eine Investorengruppe um den Kölner Medienanwalt Helge Sasse und den Filmproduzenten Marco Weber weitergereicht. Die Bank hielt danach noch 30 Prozent.

Das Medienunternehmen hatte mit Filmen wie „Das Wunder von Bern“ und „Good Bye Lenin“ Kinoerfolge gefeiert, wegen massiver Abschreibungen auf das Filmvermögen aber im April 2004 Insolvenz angemeldet.

Sie Senator-Aktie stieg am Mittwoch um knapp 20 Prozent auf ein Jahreshoch von 3,41 Euro.

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