Analyse
Amazons neues Cloud-Geschäft

Was bringt eine Firma schneller zu mehr Erfolg – das vermeintlich unattraktive Cloud-Geschäft oder ein selbstfahrendes Auto? Amazon hat ein neues Geschäftsmodell gefunden, das Google immer noch fehlt. Eine Analyse.
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San FranciscoIn Mountain View oder Seattle kann die Vision nie riesig genug sein. Steht nicht mindestens die Weltrettung auf dem Plan, fahren die Software-Ingenieure nicht mal den Rechner hoch. Das führt dazu, dass die amerikanische IT-Szene nur auf die ganz großen Ideen schielt. Eine Milliardenindustrie neu erfinden mit dem selbstfahrenden Auto? Das Internet via Ballon in alle Ecken der Welt bringen oder den Morgenkaffee per Drohne vor die Haustür? Kein Problem für Google oder Amazon?

Eben doch. Das Träumen muss man sich nämlich auch leisten können. Die Voraussetzung dafür ist ein funktionierendes Geschäftsmodell, das permanent Einnahmen erzeugt, um die Milliardenwetten auf die Zukunft zu finanzieren. Ein schwieriger Balanceakt für einige Beteiligte in der Internetbranche. Nichts zeigt das so eindrücklich wie die aktuellen Quartalszahlen von Facebook, Amazon und Google.

Wachstum bei stagnierendem Gewinn

Der Suchmaschinen-Anbieter hat die Erwartungen der Wall Street wieder einmal nicht erfüllt. Sein Umsatz stieg auf 17,26 Milliarden Dollar und damit nur um 12 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Analysten hatten mit 17,5 Milliarden Dollar gerechnet. Der Gewinn stieg von 3,45 Milliarden auf 3,59 Milliarden Dollar.

Der Grund für den vermeintlich schwachen Auftritt an der Wall Street ist klar. Google bricht das Kerngeschäft weg. Der Markt mit klassischen Suchmaschinen-Anzeigen verliert an Boden. Betrug er 2008 noch 55 Prozent bei den digitalen Anzeigen insgesamt, verringerte er sich in den letzten Monaten und macht nun nur noch um die 30 Prozent aus. Auch die Preise pro Klick sanken erneut. Die Summe, die Werbekunden jedes Mal zahlen, wenn ein Google-Nutzer auf ihre Anzeigen klickt, fiel um 13 Prozent.

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49 Prozent mehr Umsatz mit der Cloud

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