Analyse
Telekom „ohne Alternative zum Stellenabbau“

Verdi-Vorstand Franz Treml ist in diesen Tagen nicht gut auf Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke zu sprechen. Für den Gewerkschafter, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Telekom ist, sind die neuesten Zahlen zum Stellenbau bei Europas größtem Telekommunikationsunternehmen „Horrorzahlen“. Und wenn Ricke in der kommenden Woche die Geschäftszahlen zum dritten Quartal dieses Jahres präsentiert, dürfte der Groll noch größer werden.

dpa BONN. Denn die Deutsche Telekom wird aller Voraussicht nach ordentliche Bilanzzahlen vorlegen. So hatte Ricke in den vergangenen Tagen selber betont, dass für die Telekom das Jahr 2005 ein gutes Geschäftsjahr werde. Und das kann nur heißen: gute Umsätze, ein verbesserter Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und einen höheren Nettogewinn.

Dass die Geschäfte trotz der gewaltigen Probleme der Telekom im Festnetz nicht schlecht laufen, meint auch Werner Stäblein von der Frankfurter BHF-Bank. So soll nach seiner Einschätzung das dritte Quartal etwas besser ausgefallen sein als das Vorquartal. Er rechnet mit einem Überschuss von 2,1 Mrd. und einem Umsatz von 14,9 Mrd. Euro.

Das ist Wasser auf die Mühlen von Treml. „Die Telekom ist ein kerngesundes Unternehmen“, meint er und verweist auf das Erreichte in den vergangenen Jahren: Die Schuldenabbau greife und es würden Mrd.-Gewinne erzielt. Nicht zu vergessen, hätten die Telekom-Mitarbeiter selber durch eine verkürzte Wochenarbeitszeit mit teilweisem Lohnverzicht zur Trendwende beigetragen.

Auch wenn bis 2008 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind, kann sich Personalchef Heinz Klinkhammer bei den jetzt anstehenden Verhandlungen auf harten Widerstand der Arbeitnehmer einrichten. Nach Angaben von ver.di gehe es jetzt in mehreren Gesprächsrunden mit dem Arbeitgeber darum, dass die Detailplanungen auf den Tisch kommen.

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