Analysten begrüßen Verkauf
Agfa kehrt nach Deutschland zurück – im Kleinformat

Agfa wird wieder zu einem deutschen Unternehmen. Sobald die bisherige Firmensparte „Consumer Imaging“ der belgischen Agfa-Gevaert N.V. an das Management verkauft ist, soll sie unter dem Namen Agfa Photo komplett aus Leverkusen gesteuert werden. Als Termin ist laut Presseverlautbarung der 1. November angepeilt.

cs DÜSSELDORF. Schon einmal hatte Agfa-Gevaert über die Veräußerung seines einstigen Mutterhauses verhandelt. Die Beteiligungsgesellschaft Schroder Ventures hatte Interesse an der Fotofilm-Sparte des Konzerns gezeigt. Im Juni 2001 brachen die Belgier jedoch die Gespräche überraschend ab. Vorstandschef Klaus Seeger, der sich massiv für den Verkauf eingesetzt hatte, stellte daraufhin sein Amt zur Verfügung.

Man habe sich mit der britischen Finanzfirma nicht über die Nutzung des Namens „Agfa“ und des dazugehörigen Logos einigen können, hieß es damals zur Begründung. Bei den jüngsten Verhandlungen spielte dies offenbar keine Rolle mehr. Die neuen Eigentümer der Firma sollen per Lizenzvertrag eine zeitlich unbegrenzte Erlaubnis erhalten, die Marke für ihre Zwecke zu nutzen.

In der Zwischenzeit verabschiedete sich allerdings der einstige Hauptaktionär Bayer aus dem Kreis der Anteilseigner von Agfa-Gevaert, was die Verhandlungen nun womöglich erleichtert hat. Denn solange beide Konzerne eng verbunden waren, hätte ein Verkauf von Agfas Fotosparte auch bei Bayer selbst für erhebliche Unruhe gesorgt: Rund 1 000 der deutschlandweit 2 100 Mitarbeiter der Firmensparte „Consumer Imaging“ arbeiten am Agfa-Standort Leverkusen – in enger Nachbarschaft des Pharmariesen. Sie müssen jetzt – ebenso wie die über 2 800 Agfa-Photo-Mitarbeiter weltweit – mit dem Outsourcing mehrerer Firmenteile rechnen, wie ein Firmensprecher ankündigte.

Denn das bisherige Geschäft ist alles andere als rentabel. 2002 sank der Umsatz um 14,8 Prozent, 2003 um weitere 17,9 Prozent. Im vergangenen Jahr rutschte das Geschäft mit Fotopapieren, Laborgeräten und Endverbraucher-Fotofilmen operativ mit 84 Mill. Euro in die roten Zahlen – und hat seitdem die Wende nicht geschafft.

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